Lepicier, Bernard, Kupferstecher , geb. zu Paris 1600, gest. daselbst 1755. Er widmete sich in seiner Jugend den Studien der Geschichte und Philosophie, übte auch Zeichenkunst , und schließlich beschloss er die Kupferstecherei zu erlernen. Seines Meisters in dieser Kunst kennt man nicht, doch vermuthen einige Audran in diesem. Er machte sich zuerst durch Bildnisse bekannt, dann aber ging er an die Nachbildung historischer Werke. Er lieferte eine bedeutende Anzahl von Blättern, die mit allem Sorgfalt aufgenommen wurden. Im Jahre 1737 wurde er Secrétaire und Professor der Geschichte und Mythologie an der königl. Akademie der Malerei. Er hatte den Titel eines Geschichtschreibers, und außerdem der Geschichte musste er auch Geographie lehren. In &
1740 wurde er wirkliches Mitglied der Akademie, und damals über- reichte er als Aufnahmsstück das Bildnis des Malers N. Bertin. Wir verdanken ihm auch: Vies des premiers peintres du roi depuis Charles Lebrun, jusqu'à François Lemoine 1722, 2 Voll. 4°. Im Jahre 1751 gab er Descriptions des tableaux du roi heraus.
Die Blätter dieses Künstlers sind mit Geschmack behandelt, meh- rere derselben sehr schön in guten Abdrücken. Er ging mit gros- ser Sorgfalt zu Werke. Seine Gattin R. E. Marlié war ebenfalls Künstlerin.
Die Beschneidung Christi, reiche Composition, nach Giulio Romano’s berühmtem Bilde des Pariser Museums, gr. qu. fol. In Crozat’s Werk.
Jupiter und Juno, nach Romano’s Gemälde aus der Gallerie Orleans, gr. .
Dieselbe Darstellung, kl. fol.
Die Predigt des Täufers Johannes, nach dem Gemälde von G. B. Gauli im Museum zu Paris, gr. fol. Crozat.
Eine historisch-allegorische Darstellung, nach D. Creti’s Frescogemälde, gr. fol. Im ersten Drucke vor der Schrift.
Das Grabmal des Malers P. Mignard in der Jakobinerkirche zu Paris, nach J. B. Lemoine, 1743, gr. roy. fol.
Saturn in Philira verliebt, verwandelt sich in ein Pferd, nach Perugianino. kl. fol.
Jupiter umarmt die Juno, nach G. Romano, Cabinet de Crozat ;
Vertumnus und Pomona, nach Rembrandt. Im ersten Dru- cke vor der Schrift.
Jupiter und Europa.
Venus kommt den Sidoniern zu Hilfe Beide nach N. Vleughels mit Mme. Cochin gestochen.
Venus für Adonis entzündet, nach J. M. Nattier, Oval.
Die Rafaelischen Cartons in Hamptoncourt, mit N. Tardieu, Cl. Dubosc und D. Bauvais gestochen, gr. qu. fol.
Le jeu de piquet, nach Netscher, mit vier franz. Versen,
Nul amour sans peine.
'Nulle rose sans épines', beide nach Nattier.
Ein junger Mann im spanischen Costum mit der Flöte, nach Grimoud.
Ein Mädchen mit dem Vogel, nach demselben, das Gegen- stück.
Thalie chassée par la peinture, nach C. Coypel, 1733
L’amour de ville.
L’amour de village, beide nach C. Coypel
L’amour précepteur, nach demselben.
Le dépit de l’absence.
La veuve coquette, beide nach C. Coypel mit Surrugue ge- stochen.
Ein Kinderspiel, nach C. Coypel, geätzt.
L’accouchee.
La relevee.
La jeunesse, nach E. Jeaurat.
La vieillesse.
L’aveugle.
Im Jahre 1752 starb sie.
Johannes in der Wüste, nach Rafael.
Le philosophe flamand,
Le grimueur flamand, nach D. Teniers
Le cuisinier flamand,
Die Vermählung der heil. Catharina, nach N. Loir, zeit Marlie Lepicier bezeichnet;
Le dîner,
La vie champêtre, nach E. Boucher.
L’Amour moissonneur,
L’Amour ciseleur,
Le contrat de mariage, nach C. A. Vanloo,
La pourvoyeuse.
La ratisseuse, nach demselben, 1742.
La gouvernante, nach Chardin, 1739.
La mère laborieuse, 1740, nach demselben. Bei Rost de Mme. Lepicié zugeschrieben,
Le château de cartes, nach demselben.
La maîtresse d’école.
Le toton, nach demselben.
Le Bacha faisant peindre sa maîtresse, 1748, nach C. vanloo.
Ansicht des Schlosses von Grosbois, nach J. Rigaud, gr. fol. Blatt,
Le cheval abattu.
La chère, beide von Boucher gezeichnet.
Philibert Orry, Contrôleur général, stehend mit einem Briefe, nach H. Rigaud, 1737, fol. Im ersten Drucke vor der Schrift und dem Wappen, im zweiten mit demselben, und im dritten sieht man das Band vom Orden des heil. Geistes.
Pierre Grassin, Directeur général des monnoies de France, nach N. de Largillière, in ovaler Einfassung, fol.
Louis de Boulogne, Premier peintre du roi, Halbfigur, nach Rigaud, 1730, gr. fol.
Das Bildnis Molière’s, nach C. Coypel. Im ersten Drucke vor der Schrift, 4. /
Rosalba Carriera, kleines Bildnis, für Odieuvre g
M. Boucon, nach F. de Troy mit Thomassin gestochen.
Nicolaus Bertin, Maler, in ovaler Einfassung, nach de Lacroix, fol.
Ant. de la Rogue, in einer Landschaft, vor ihm Nymphen und Faune, nach A. Watteau, gr. qu. fol.
Catherine de Seine, in der Rolle der Cleopatra, nach J. Aved, in ovaler Einfassung, fol.
Charles Richer de Rodes de la Morlière, nach M. Q. de la Tour, in ovaler Einfassung, fol.
Charlotte Desmares, in der Rolle der Thalia, 1733, fol.
Claude Capperonni, Bibliothekar des Königs, nach Aved,
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