Lenner, Joh. Nicolaus, Zeichner und Maler von Schleitz im Voigt- lande, erlernte die Anfangsgründe der Kunst in Weimar bei Dietrich, und dann bildete er sich in der Malerei unter Hamilton’s Leitung aus. Er malte Landschaften mit Ruinen und Vieh, worin er Ha- milton nachahmte, ohne jedoch den Schüler Dietrich’s zu verläug- nen. Er kopierte auch Teniers, und neben seinen Gemälden sieht man von ihm auch Zeichnungen nach den erwähnten Meistern, theils in Rothstein, theils in Tusch und weiß gehöht. Alle diese Werke fanden zu seiner Zeit großen Beifall.
Lenzner liess sich in Frankfurt am Main nieder, und da zeichnete er bei der Krönung die Illuminationen und Feuer- werke, welche bei jener Gelegenheit gegeben wurden. Im Krönungs-Diarien des Kaisers Franz sind Kupfer nach seinen Zeich- nungen gestochen. Den Einzug des Kaisers zeichnete er mit großer Genauigkeit, mit allen dabei beteiligten Personen. Tyroff und andere stachen historische Gegenstände nach seinen Zeichnungen.
Lenzner wurde indessen nur 38 Jahre alt, und 1749 starb er.
Darin haben wir von einem Lenzner ein radirtes Blatt nach Rombardt, welches den guten Samariter vorstellt. Wir wissen nicht,
ob dieses Blatt unserm Lenzner zukomme, oder dem Kupferstecher, der um 1760 zu Dresden bei Joseph Camerata lernte.
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