Lenker, der Name dreier geschickter Goldschmiede, die in Nürnberg und Regensburg ihren Ruf gründeten. Hans, der ältere, schrieb auch über die Optik, und liess 1616 einen Traktat drucken. Sein gleich- namiger Sohn war in getriebener Arbeit vorzüglich, so wie sein Bruder Christoph, der aber schon im 40. Jahre, 1613 starb. Hans machte auch Gypsabgüsse und Medaillen . Er wurde zuletzt Bürgermeister in Regensburg, so sehr war er geachtet.
Von Hans Lenker finden sich noch Werke. In der Ambraser- Sammlung zu Wien ist eine Flinte, deren Schaft mit Zierathen, Thieren und Genien von Elfenbein verziert ist. Das aus H L.F bestehende Monogramm bedeutet wohl unseren Künstler. Dann findet man Arbeiten in Silber und Email, verziert mit Arabesken, Figuren und Thieren, die ein Zeichen tragen, welches aus HLN zusammengesetzt ist, und Hans Lenker Norimbergensis bedeuten könnte. Auf der königlichen Hof- und Staatsbibliothek zu Mün- chen ist von ihm ein schön beschlagenes Gebetbuch.
Dann finden sich zwei Kupferstiche, die im Stile an die Gold- schmiedsarbeiten erinnern.
Piramus und Thisbe , rechts oben das Monogramm. H. 1 Z.
Mehrere Vögel auf Baumästen und Blumenstängeln; darun- ter ist auch eine Eule auf der Fledermaus. Oben links das Zeichen. H. 1 Z.9 L., Br. 2 Z. 10 L.
Es gibt auch Holzschnitte, die in einem Täfelchen das Zeichen H L mit dem Messerchen quer durch, oder beide Buch- staben zusammengezogen auf einer Bandrolle, durch welches das Schneidmesser zur Hälfte gesteckt ist. Dieses Monogramm wird bald dem Heinrich Lautensack, bald dem Hans Lenker zugeschrieben, so wie ein drittes Zeichen, welches in einer Tafel mit den ziemlich großen Buchstaben H L besteht. Die Buchstaben HL. finden sich auch ohne Täfelchen auf Blättern, auf weißem-und schwarzem Grund. Blätter von dieser Art haben wir im Artikel Heinrich Lautensack verzeichnet, und darauf verweisen wir, mit dem Bemerken, dass sie vielleicht keinen dieser beiden Künstler angehören; alle sind sie sicher nicht das Werk Lautensack’s. Und diese Blätter vom Goldschmied Hans Lenker? Es ist nicht gewiss, und vielleicht sagt man richtiger, sie seien das Werk eines Ano- nymus HL, der in der ersten Zeit des 16. Jahrhunderts lebte, und der älter ist, als Lenker.
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