Lemire, Carl Sauvage, eigentlich C. Sauvage, genannt Lemire,
Bildhauer zu Paris , ein geschickter Künstler und der Stammvater
einer Familie, deren Mitglieder in der Kunstgeschichte ebenfalls
mit Ehren genannt werden. Sein Geburtsjahr ist unbekannt, wir
glauben es aber um 1748 setzen zu müssen. Er erwarb sich durch
seine Arbeiten Ruf. Es offenbart sich in ihnen ein fleißiges Studium
der Natur, und dann verstand er es, seinen Köpfen naiven
und anmutigen Ausdruck zu verleihen. In der Ausführung ver-
führte er mit großer Zartheit. Im Jahre 1808 erhielt er bei Aus-
stellung der Statue eines Hirten eine Anerkennungsmedaille und 1810
führte er aus Auftrag der Regierung die Statue des Amor in Mar-
morb, wie dieser die Bogensehne befestigte. Zwei Jahre darnach
meißelte er die Statue des Genius der Poesie zur Leyer singend.
Andere Bildwerke stellen einen jungen Hirten dar, wie er das Wet-
ter beobachtet, die Statue der Unschuld in Marmor, ein Kind,
das eine Ente fängt, letzteres von 1810. Nicht lange darauf scheint
der Künstler gestorben zu sein. Gabet kannte sein Todesjahr eben-
falls nicht.
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