Lemercier, Philippe

Lemercier, Philippe, Maler wurde 1689 zu Berlin geboren, und hier besuchte er auch die Akademie der Künste. Hierauf ging er nach Italien , dann nach Frankreich , und von da aus nach Hannover , wo er das Bildnis des Prinzen Friedrich malte, welches er in England als Beweis seiner Geschicklichkeit vorlegte. Jetzt fand er an dem Prinzen von Wales einen besonderen Gönner, und durch diesen fand er Gelegenheit, selbst mehrere Personen der königlichen Familie zu malen. Auch andere hohe Personen malte er, endlich aber verlor er die Gunst des Prinzen, was ihn zu dem Entschlusse brachte, auf das Land zu ziehen. Indessen ward er der Einsam- keit bald müde, und der Künstler ging wieder nach London , wo er ihm nicht an Arbeit fehlte. Er besuchte jetzt auch York , und Nachdem er von seiner Reise in Irland und Portugal zurückgekommen war, lebte er nicht lange mehr. Der Tod ereilte ihn 1760, nicht 1780, wie im Supplemente zu Füssly’s Lexicon steht. Lemercier malte viele Bildnisse, und auch Genrestücke im Geschmacke Watteau’s. Mehrere seiner Bilder wurden gestochen, von Ardell, Awil, Faber, Heudelot, Houston, Simon, Watson, Wilson. Er soll selbst Blätter geätzt haben.

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