Lemcke, oder Lemcke

Lemcke, oder Lemcke, Johann Philipp, Maler und Radierer, wurde 1631 zu Nürnberg geboren, und von M. Weyer und G. Strauch unterrichtet. Seine Muster waren jedoch Bourguignon und Bambocci, und, wie diese, so malte auch er Schlachten , Belagerungen, Jagden u. s. w. Diese Bilder wurden mit grossem Beiwillen aufgenommen, und selbst an den Hof nach Schweden wurde der Künstler berufen, um für das Schloss Drottingholm Bilder zu malen. Doch scheint sein Lohn nicht gross gewesen zu seyn, da der rühmlich bekannte Lemcke zu Stockholm in der grössten Armuth starb, in einem Alter von 82 Jahren. Es finden sich auch Zeichnungen von ihm. Unter seinen Blättern erwähnen wir:

  1. Das Opfer des Abraham, der Engel oben rechts. Radirt ohne Zeichen. H. 4 Z., Br. 3 Z. 4 L. ;

  2. Die Verkündigung an die Hirten. J. de Wet inv. Lemke fec, 1651. In Rembrandt’s Manier. H. 4 Z. 5 L., Br. 3 Z. 7 L. Selten, ;

  3. Der Falkonier zu Pferd und ein Jäger zu Fuss, mit dem Namen des Künstlers. Geistreich radirt und selten. H. 3 Z. 10 L., Br. 9 Z. 8 L. / Bei Weigel 3 Thlr.

  4. Hagar in der Wüste vom Engel getröstet, nach der Angabe des Winklerschen Cataloges.

  5. Landschaft mit einem alten Baume rechts, bei welchem ein Pferd vom Hügel herabkommt. Auf der Ebene sieht man ebenfalls ein Pferd und im Mittelgrunde eine Hundshütte, Mit dem Zeichen und der Jahrzahl 1649. H. 3 Z. 11 L., Br. 3 Z. 2 L.

  6. Pferdestücke und Schlachten, mit einem Monoagramm und 1650 bezeichnet, wahrscheinlich Werke dieses Kunstlers, da das Monogramm aus J. P. L. besteht.

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