Lemberger Hothschule; sämmtlicher Kinder der regierenden Kaiserin Mutter; Franz I. und Maria Theresens für ihre Großmutter, der Königin Caroline von Neapel; das unübertreffliche kleine Portrait des Erzherzogs Carl, des Erzherzogs Joseph Palatinus in ganzer Figur, und des Erzherzogs Johann als Gemsenjäger von einer steiermärkischen Alpenspitze ins nebligste Tal hinunterschauend, durch Höfel’s trefflichen Kupferstich bekannt; des Majors von Aren etc.,
Weitere Gemälde dieses vorzüglichen Künstlers sind noch Zriny’s Heldentod in Szigeth , ein herrliches Gemälde im Nationalmuseum zu Pesth; der erblindete Ossian von Malvinen geleitet, am brandenden Meeresufer sein Schwanenlied in die Seiten brausend, im Besitz des Fürsten Lichtenstein, geschabt von Rungaldier.
Die vorzüglicheren von Krafft's Gemälden, welche das Ausland besitzt, sind: Belisar als blinder Bettler, lebensgross, im Besitz des Generals Knesebek, Adjutanten des Königs von Preussen ; der Indier König Melai, verlassen in der Wüste von seinem treuen Hunde gerettet, der einen Hasen für ihn fängt, im Besitze des Großherzogs von Weimar, lebensgross; Oedip und Antigone, im Besitze des ehemaligen Botschafters Andreossy, für die Aglaja von 1816 durch John in Punktir-Manier gestochen; Thescus und Pirithoës um Helenen losend; Hebe mit dem Adler, für den Freiherrn von der Malsburg; Clorindens Liebe zu Tancred und ihre Taufe; Armida’s Hass und Liebe zu Rinaldo ; Dorothea am Brunnen und des Mädchens Heldentum; die plündernden Feinde, beide aus Goethes Herrmann und Dorothea etc.
Dann von Altarblättern, eine heil. Cacilia, die Orgel spielend; die heil. Margaretha im Gefängnis vom Drachen geängstigt, und die rettende Friedenstaube, beide Blätter in Tyrnau etc.
Dann malte er den Orpheus, eine Sappho, eine Armida, Paris und Helena, Adam und Eva nach Gessner’s „erstem Gewitter“, für den Botschafter Andreossy; mehrere Momente aus der Sündfluth; Rudolph’s von Habsburg Begegnung mit dem Priester auf der Jagd; Barat’s Heldentum in der Schlacht bei Raab; Zriny’s Tod (ein späterer Moment, als der des Gemäldes im Pesther Museum) für den Grafen L. Festetits, ein Gemälde von sinniger Anordnung, bedeutenden und mannichfaltigen Gruppen.
Im Jahre 1822 malte er die Krönung Sr. Maj. des Kaisers Franz für das Nationalmuseum in Pesth, als Gegenstück zum herrlichen Bilde des Nicolaus Zriny in Szigeth, in demselben Museum. Zriny ist in dem Augenblick vorgestellt, wie er im köstlichsten Staat hoch zu Ross, in der Faust des Vaters Säbel, unter Dampf, Rauch und Verwirrung mit den Seinen zum Thor des brennenden Schlosses unter die stürmenden Türken hinausstürzt. Den Tod Zriny’s hat Stöber als Kunstvereins-Geschenk 1836 gestochen, gr. qu. fol.
Auf dem Gemälde der Kaiserkrönung zu Pesth am 6. Juni 1792 sind alle handelnden Personen Porträts, die heil. Krone und der Krönungsmantel treu nach der Wirklichkeit, Costume, Colorit und Beleuchtung von seltener Meisterschaft. Inmitten dieser beiden, über 20 Schuh langen und über 14 Schuh hohen Gemälde ist ein drittes, jener denkwürdige Anfang des kaiserlichen Vaterhauses: Rudolph von Habsburg’s Begegnung mit dem Priester auf der Jagd. Dieses Bild wurde für den Herzog von Sachsen-Teschen gemalt, als Gegenstück des in der Marchfeldschlacht von Aspern, die Fahne eines wankenden Bataillons ergreifenden und das Treffen wieder herstellenden Erzherzogs Carl Generallissimus, durch welches, so wie durch die beiden großen Bilder im Invalidenhaus, dann durch den Abschied und die Rückkehr des Landwehrmannes in der Gallerie des Belvedere, Krafft sich den Ehren-Namen eines vaterländischen Malers erworben hat. Die Landwehrscenen sind von Höfel und Kovatsch
geätzt. Eines der durchdachtesten und vollendetsten Bilder,
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