Leigebe, Gottfried, auch Leygebo geschrieben, berühmter Eisenschneider, Formschneider und Maler, geb. zu Freystadt in Schlesien 1630, gest. zu Berlin 1682. Er war ursprünglich Schwertfeger, nach und nach wurde er aber dahin geführt, sich seines schmiedeeisernen Materials zu selbständigen Kunstwerken zu bedienen. Ob ihm hierin E. Luter, der als Leigebe’s Lehrer genannt wird, Anweisung gegeben habe, ist kaum anzunehmen, da jener Künstler fast im
Unbekannten geblieben und sich anscheinlich nur auf das Bildnismalen beschränkt hat. Leigebe wusste das Eisen so geschmeidig zu ma- chen, dass er daraus mit grosser Zartheit Statuen, Bildnisse, Thiere u. s. w. verfertigen konnte. Er lebte längere Zeit in Nürnberg , und 1668 kam er in Dienste des Hofes zu Berlin . Er fertigte die Münzstempel, Medaillengepräge und Ornamente zu Canonen für die Glashütte in Potsdam . Ein berühmtes Eisenbildwerk stellt Friedrich Wilhelm den Grossen auf einem galoppierenden Pferde dar, wie er eine dreiköpfige Hydra erlegt, in der Berliner Kunstkammer. Seine Werke waren in Deutschland und England gleich geschätzt. Näheres die Kunstschätze Berlins von Kugler II. 246. Es finden sich noch Medaillen von Eisen mit erhobenen Bildwerken und mit G. L.. bezeichnet. Er hat auch Blätter geliefert, die jedoch in geringer An- zahl sich finden. Folgende sind in Weige’s Kunstcatalog angezeigt:
Portrait des Malers Pfründ: Georgi Pfründ nat. 1604 den 1603. D. Begeisterte. C. G. Leigebe ad vivum fecit. H. 6 Z. 5 L., Br. 4 Z. 9 L. Bei Weigel 3 Thl.
Gottfried Leigebe, Eisenschneider in Nürnberg, Act. 30 Ao. 1600, mitzder Umschrift: Durch Leigebe’s Hand und Gaben etc. Oben rechts das Zeichen von Leigebe, links das Monogramm A. G. verschlungen. Radirt und geschabt, Oval. H. 4 2 Z. 6 L., Br. 3 Z. 7 L.,
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