Leidensdorf, Franz Anton von, auch Leidensdorfer und
Leitenstorfer geschrieben, Maler, wurde 1722 zu Reutte in
Tirol geboren, und R. Mayr zu Innsbruck war sein erster Meister,
Hierauf kam er nach Wien zu Paul Troger, später nach Venedig
in Piazetta’s Schule, und endlich sah er auch Rom , wo daselbst
S. Conca im Flor stand. Er blieb fünf Jahre unter Leitung dieses
Meisters, bis er nach Innsbruck zurückkehrte, wo er seine
Kunst wegen bald gesucht wurde. Besonders Beifall fanden seine Malereien nach Art verschiedener Basreliefs, auf welche Weise er die Hof- und Stiftskapelle zu Innsbruck meisterhaft auszuschmückte. In
der Kuratiekirche auf dem Schönberg bei Innsbruck malte er die Auferstehung Christi auf die Decke, ein in Zeichnung und Ver- kürzung schätzbares Werk, weniger aber im Colorite.
Von Innsbruck erhielt Leidensdorf einen Ruf nach Mannheim, und da bekleidete er die Stelle eines Professors der Academie de Künste. Von Mannheim aus ging er 1765 wieder nach Innsbruck, und damals malte er die erwähnten Basreliefs in der Hofkapelle, die ihm Ehre brachten. In Mannheim malte er den Plafond des Komödienhauses. Er starb in Mannheim, mit dem Titel eines churfürstlichen Cabinetsmalers. Leidensdorf hat auch akademischste
Figuren radirt, mit der Unterschrift: Franc. Ant. Leidenstorf inr. et fec. Romae,
- Das Bild der heil. Jungfrau, 4.
- Ein stehender männlicher Akt, fol.
- Ein sitzender männlicher Akt, fol.
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