LEEUW, Gabriel van der, Maler und Kupferstecher , lernte bei seinem Vater Sebastian, und dann hielt er sich 14 Jahre in Italien und Frankreich auf, bis er endlich in Amsterdam sich niederliess, wo er D. van der Plass Tochter heiratete. Anfangs fanden seine Thierstücke vielen Beifall, zuletzt aber verloren sich die Käufer so bedeutend, dass de Leeuw in der Ferne sein Glück wieder ver- suchen wollte, allein er starb schon 1688 im 45. Jahre in seiner Vaterstadt.
Leeuws Bilder stellen Landschaften mit Schaafheerden, Horn- vieh und andern Thieren dar, und diese sind alle nach der Natur gemalt. Er arbeitete im Geschmacke von Castiglione und H. 008, Basan, Regnault-Delaland im Catalog Rigal, Huber und Füssly unterscheiden diesen Künstler von einem G. oder Guglielmo da Leone, der in Parma geboren seyn soll. Dieses ist sicher eine aus der Lust gegriffene Angabe des Mr. Basan, welchem die anderen ge- folgt sind. Van der Leeuw war bekanntlich längere Zeit in Italien, und da nannte er sich nach italienischer Weise G. da Leone.
Von Willem de Leeuw kann doch wohl keine Rede seyn, so dass dieser sich Guglielmo da Leone genannt hätte. Diese mit G. L. oder G. Leone bezeichneten Blätter sind mit breiter Nadel gefer- tigt, und sie stellen Schaafheerden, Rinder und Landschaften vor, und ähnliche Gegenstände hat Leeuw gemalt.
Die Verkündung der Engel an die Hirten.
Drei Züge von Figuren und Thieren, im Geschmacke des B. Castiglione.
— 7) Fünf (wenigstens) Blätter mit lagernden Thieren. Diese 7 Blätter sind mit G. Leone f. bezeichnet, verschieden geschrie-
— 17) Zehn Blätter Ansichten berühmter italienischer Ge- genden. Auf dem ersten Blatte liest man: All’ illustrissimo signore il Prior fra Virginio Valle. H.3 Z.6L.—4Z. ı L., Br.4 Z. 11 L. —5 2Z.2L.
— 25) Studien von Eseln, Böcken, Ziegen, Schaafen, Jlammeln etc., 8 Blätter von verschiedener Grösse.
Obige Blätter werden im Catalog Rigal dem Guglielmo Leone zugeschrieben, in welchem wir den G. de Leeuw er- kennen. Diese Blätter hat er in Italien gefertiget, und sie sind vielleicht die einzigen; denn nach seiner Heimkehr hatte er anfangs in Amsterdam vielo Beschäftigung, und als er da- ran Mangel fand, starb er.
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