Leeu, Johann Anton van der, Maler, wurde 1664 in Brüssel aus einer adeligen Familie geboren, und seine Lehrerin in der Kunst war eine Klosterjungfer, die in Wasserfarben allerlei Stickmuster malte. Anfangs malte er in Miniatur , bald aber versuchte er sich in der Ölgemälde , und hierin lieferte er in kurzer Zeit Erfreuliches. Er malte Landschaften und Seestücke in A. Goenel’s oder in Poussin’s Manier, doch betrieb van der Leeuw die Kunst nur in Nebenstunden, da er die Stelle eines kaiserlichen General-Controleurs der Pachten und jene eines obersten Forstmeisters in Flandern bekleidete. Dennoch erlangte er grosse Fertigkeit im Malen, da es ihm, ohne auf Erwerb zu sehen, ernstlich zu tun war, etwas Tüchtiges zu leisten. Seine Behandlung ist leicht und frei, der Baumschlag naturgetreu, aber sein grauliches Colorit schickte sich mehr zu Seestürmen und Ungewittern, als zur freundlichen Darstellung der Natur. M. Duvenede und N. Kerkhove malten ihm die Figuren in seine Bilder, Starb oder 1720.
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