Lecomte, Hippolyt

Lecomte, Hippolyt, Historien- und Genremaler, wurde 1781 zu Paiseaux (Loiret) geboren, und seine Bildung zum Künstler verdankt er Regnault und Mongin. Er benützte mit Eifer alle ihm zu Gebot stehenden Mittel, und endlich ging er auch nach Italien , um Rom und Neapel zu sehen, namentlich um die Natur und Sitte jener Theile kennen zu lernen; Meisterwerke der Kunst konnte man damals nirgends in grösserer Anzahl sehen, als in Paris ; Lecomte sah sich indessen auch in Tirol und in seinem Vaterlande um, und manches seiner Bilder erinnert an seine früheren Reisen. Er malt Historien und Genrestücke, auch Landschaften und Architekturbilder. Einige seiner Scenen sind dem Mittelalter, andere der Zeitgeschichte mit ihren kriegerischen Ereignissen gewidmet. Anzahl seiner Werke ist sehr bedeutend, und viele derselben verzeichnet Gabet. Im Jahre 1804 kaufte die Kaiserin Josephine für die Gallerie in Malmaison seine Darstellung „der Kreuzritter im heiligen Lande“, und besonders schön fand man 1806 seine Ansicht des Gardasees, mit allem Zauber der Gegend. Als Staffage stellte er die Kaiserin mit ihrem Gefolge dar. Im Luxemburg ist jenes Gemälde, welches den Stallmeister Blondel vorstellt, wie er der Margaretha von Flandern die Thaten des Königs, Richard in Palästina erzählt, und in der Gallerie von Trianon sieht man das Bild der Uebergabe Mantua’s. In der Gallerie zu Fontainebleau ist Ludwig XII. vorgestellt, wie er die Schanzen von Pas-de-Suze brach, und die Fahne der Spanier und der Truppen des Herzogs von Savoyen empfängt. Ein zweites Bild im Luxemburg stellt den Angriff der Division des Generals Bourke auf den Fuße der Colonne von Corogne dar, und ein drittes schildert Robertson und Johanna Deans an dem Felsen zu Salisbury. Viele andere gingen in Privatbesitz über, und mehrere sind zerstreut.

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