Lazzarini, Joseph — Lazzarini

Lazzarini, Joseph — Lazzarini, Giovanni

Das andere stellt den heil. Vincenz dar, der vor dem zur Kirche versammelten Volke Kranke heilt. Hier herrscht in Stellung, -Be- wegung und Gebärde große Vielfaltigkeit, und bei zahlreichen Figuren wohlverstandene Anordnung. Die Arbeit, worin er sich selbst übertroffen haben soll, ist in der Pinacoteca des Grafen Fantuzzi zu Gualdo. Dieses gräfliche Haus erhielt mehrere Gemälde von Laz- zarini, Landschaften, Fruchtstücke, Stillleben. Besonders sind zwei Bilder, welche die Taufe Christi und die Flucht nach Ägypten vorstellen, in allen Teilen gelehrt und getreu, auch in der ägypti- schen Vegetation. Das Altarbild zu Gualdo stellt die heil. Jung- frau mit dem Kinde zwischen der heil. Katharina und dem Francis- kaner Marco Fantuzzi dar. Der Ort ist mit Bauwerk verziert, der Boden mit buntem Marmor. Der göttliche Knabe krönt die Madonna, und diese hält für Marco eine Krone in Bereitschaft, da man glaubt, dass der Franciskaner noch heilig gesprochen werde. Genau beschrieben ist dieses Bild bei Lanzi, der des Lobes nicht satt werden kann bei diesem Künstler. Auch Ticozzi rühmt das Altarbild in Gualdo wegen der genauen Beobachtung des Costüms, wegen der verständigen Anordnung der Gruppen, wegen des Adels der Physiognomien, und wegen der Frische des Colorites, die sich nicht in allen seinen Bildern findet. In den Frauengestalten und in den Engeln erinnert der Künstler an Rafael’s Weise. Dieser ausgezeichnete Mann starb 1801 im 60. Jahre.

Wir haben von diesem Künstler: Dissertationes sull’ arte della pittura; Catalogo delle pitture di Pesaro; Opere e dissertazioni in materie di belle arte. Diese Werke werden sehr geschätzt.

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