Lauri, Francesco

Lauri, Francesco, Maler und Sohn des Obigen, erblickte 1610 in Rom das Licht der Welt, und Sacchi war sein Meister. Die- ser schätzte ihn sehr hoch, und Lanzi glaubt, dass Sacchi in die- sem Lauri einen der ersten Geister des Jahrhunderts gehabt habe, so wie der Meister in ihm einen zweiten Rafael zu erziehen sich schmeichelte. Lauri machte eine Reise durch Deutschland , Hol-

In Italien und Flandern, blieb ein Jahr zu Paris , und nach seiner Heimkehr eröffnete er eine Schule. Doch starb er 1635 in der Blüthe seiner Jahre, und Lanzi kannte von seiner Hand nur ein Deckengemälde der drei Grazien im Saale der Crescenzi zu Rom. Dann soll er dem Claude Lorrain manchmal Figuren in seine Bil- der gemalt haben, wie Fiorillo behauptet.

Filippo Lauri, Maler, der Bruder des Obigen, wurde 1620 in Rom geboren, und der zu früh verstorbene Franz Lauri war sein erster Lehrer. Später unterrichtete ihn sein Schwager Caroselli, und so wurde er nach und nach ein guter Künstler . Er malte gewöhn- lich im Kleinen, und Lanzi glaubt, die Darstellung von Adam und Eva mit überlebensgrossen Figuren in alla Pace zu Rom hätte er nur gemalt, damit niemand sein Talent für kleine Arbeiten ver- achtete. Er malte gerne Geschichten, Verwandlungen und Baccha- nalien mit landschaftlichen Gründen, manchmal auch heilige Dar- stellungen. Mengs bewunderte einen St. Xaverius, den damals ein gewisser Golz besass. Im Palaste Borghese malte er einige Land- schaften in Fresco. Seine Werke sind in flämischer Weise

erhalten, oft zu gelegt, obgleich nicht ängstlich, und das Colorit ist bald zu lebendig, bald zu schwach. In der Zeichnung war er fest. Er brachte häufig Bildnisse an, oder auch seltsame Zerrbil- der. Auch dem Cl. Lorrain malte er zuweilen Figuren in die Lan- schaften. F. Lauri starb 1604, nachdem er viele glückliche und heitere Jahre durchlebt hatte.

Die Werke dieses Künstlers sind in verschiedenen Gallerien zer- streut, und besonderen Beifall fanden sie in England. Viele der- selben sind gestochen; neben anderen eine Darstellung des heil. Franz im Pariser Museum. Der kranke Heilige ist in der Wüste eingeschlafen, und gegenüber ist ein Engel auf Wolken, der ihn mit seiner Violine zur Ekstase bringt. S. Vale hat dieses Bild gesto- chen, und später Guttenberg für das Mus. frane. Ein Hauptblatt ist jenes von W. Byrne, welches den Apollo als Hirten des Admet vorstellt, nach dem Bild im Cabinete des R. Bragg. W. Walker stach eine Landschaft mit Venus, vor welcher Amor den Pan bän- diget, nach dem Gemälde des Herzogs von Montagu. Das schöne Bild mit der Magdalena zu den Füssen des Herrn, in Boydell's Werk gestochen, ist jetzt in der Eremitage zu St. Petersburg. Ch. Levasseur stach die Landschaft mit Amor, welcher den Faun anbindet; T. Major stach die Abreise des Jakob; Balechou die Latona von Bauern beschimpft; Caroline Watson Amorine, die mit Vogel- nestern spielen. Andere Gemälde dieses Künstlers stachen Wool- lett, J. Wright, Ravenet, Vitalba, Mason u. s. w.

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_QFMTunOF6koC