Lande, W. v. — Landerer

Lande, W. v. — Landerer, F.

neben Watteau in der Zeit einer süßlichen Mode, die sich in Conversations galantes, in Liebesaffairen jeder Art, in faden Pastoralen, in ihren Tänzerinnen und Grisetten und in anderen Erzeugnissen einer kränklichen Phantasie gefiel. Allein Werke dieser Art gefielen damals allgemein und selbst die besten Kupferstecher beeilten sich, solche Proben eines gesunkenen Geschmackes durch den Grabstich zu vervielfältigen. So sind auch mehrere Gemälde Lancret’s gestochen, darunter von J. P. Le Bas jenes, welches er bei seiner Aufnahme der Akademie überreichte: eine Conversation galante. Andere Bilder stachen Vivares, C. Dupuis, Fessard , Lar messin, Moitte, G. F. Schmidt, J. Tardieu, F. Audran, Scotin, Cars, Cochin, Desplaces, Joullain , Petit, Hortemels, Thomassin, Favannes, Simon etc. Aus diesen Blättern kann man das Costüm jener Zeit kennen.

Die Gemälde dieses Künstlers sind in Watteau’s Manier ausgeführt, seines Mitschülers bei C. Gillot, doch kam er seinem Vorbilde nicht ganz gleich. Dargensville vermisst darin den zarten Pinsel und die feine Zeichnung eines Watteau, und ein Gleiches findet auch Watelet, beide aber gestehen dem Künstler auch seine Vorzüge zu. Fiorillo preist die Zeit, in welcher sich Watteau’s und seiner (noch schlechteren) Nachahmer verderblicher Geschmack verloren hatte, allein der gute Fiorillo hätte mit seiner Exclamation von wenigstens ein Paar Jahrzehnte später kommen sollen. Zur selben Zeit guckte der altfranzösische Zopf noch häufig hervor.

Lancret war Professor an der Akademie zu Paris, und 1745 oder 1747 starb er in einem Alter von 55 Jahren.

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