Lamine, Peter Simon

Lamine, Peter Simon, Bildhauer, wurde 1738 zu Mannheim
geboren, und daselbst war Verschaffelt sein Lehrer. In der Folge
unternahm er eine Reise nach Frankreich und Italien , um die Me-
isterwerke der Plastik zu studiren, und nach seiner Heimkehr wurde
er Hofbildhauer in Mannheim . Hier führte er etliche Werke aus, aber
zahlreich wurden selbe nie, da er, nach einer boshaften Bemerkung
in Meusel’s Museum XV. 167, fast zwanzig Jahre mit der Abrech-
nung der römischen Reise zugebracht hatte. Seine meisten Werke
kamen in den Garten zu Schwetzingen, und darunter dürfte die
Statue des Pan das Beste sein. Sein Grabmal des Bergrathes J.
M. Rimer auf dem lutherischen Gottesacker zu Mannheim wurde
im bezeichneten Museum stark mitgenommen. Im Jahre 1783
übernahm er an Verschaffelt’s Stelle das Direktorat der Mannheimer
Akademie, im Jahre 1805 wurde ihm aber die Stelle eines Direk-
tors des Antiquariums in München übertragen. Als solcher restau-
rierte er einige antike Bildwerke, aber nach drei Jahren wurde ihm
die Professur der Bildhauerei an der Akademie der Könste in Mün-
chen zu Theil, und so war seine Zeit getheilt. In letzterer Zeit
führte er aus Auftrag des Kronprinzen Ludwig, des jetzt regieren-
den Königs, eine Buste des Malers Rubens für die Wallhalla aus.
Im Jahre 1817 ereilte ihn der Tod.

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