Lami, Eugen, s. Lami. Léna, Ludovico, Maler und Radierer , geb. , gest. 1646. Ueber seinen Geburtsort ist man nicht einig, und daten ihn Einige für einen Ferrareser, Andere meinen, er sei im Modenesischen geboren worden. Sein erster Meister war H. Scarsellini, dann ging er zu Guercino über, dessen Stil er nachahmte. Mo-
Lana, Lodovico.
Denen war sein Wohnsitz, und hier gründete er in der Folge eine Akademie, die bei seinen Lebzeiten einen Ruf hatte. In Modena sind auch verschiedene Werke von seiner Hand, und als eines besten überhaupt erklärt man die Darstellung der Pest in dieser Stadt, auf dem sechsten Altare von B. Virgine del voto. In dieser Kirche ist auch ein Christus am Kreuze von ihm. In der Pfarrkirche von S. Giorgio ist sein Gemälde mit Cosmas und Da- mian, und mit der heil. Jungfrau in der Glorie. Auch in Bologna und in den Nachbarstädten ist sein Name berühmt, und in Unter- Italien nicht erloschen. In Sammlungen sieht man alte Köpfe von ihm gemalt, mit kühnem Pinsel hingeworfen, so wie es nur ein tüchtiger Künstler zu thun im Stande ist. Im Stile gleichen seine Werke denen Dominichino’s. Landon gibt Chlorindens Tod in Umrisse, Annales XIII, 10.
Lanzi zählt den Lana zu Guercino’s freiesten Nachahmern, der im Ganzen nur mit weniger Dreistigkeit verfuhr. In den Bewe- gungen erinnert er hie und da an Tintoret, oder vielmehr an Scar- pellini, im Colorit aber und in den Gesichtern ist er originell. Pesati war sein Nebenbuhler, und Citadella meint sogar, die Feind- schaft, die er mit diesem Künstler und mit Z. Livizzani führte, sei die Ursache seines frühen Todes gewesen, wovon Andere nicht wissen. Pesari lebte indessen in Venedig, und so wird wohl die Reibung nicht zu bedeutend gewesen sein. Lana starb in Modena.
Dieser Künstler hat auch sehr geistreiche Blätter radirt, deren Bartsch P. gr. XVIII, 368 beschreibt, und drei andere sind hierabgelegt. Alle diese Blätter sind selten, so wie seine Um- mälde.
Die heil. Familie, Maria im Buche lesend, oben links der Eruberub. Lodo., Lana In. H.65 Z. 3 L., Br. 4 Z. Schöner Stich.
Die heil. Jungfrau, Halbfigur, im Buche lesend, auf der Schosse das Kind. Ohne Zeichen, ein liebliches Blatt und anscheinlich von Lana. H.6 Z., Br. 4 Z. 7 L.
Die heil. Jungfrau am Tische, vor ihr das Kind, welches die Arme um sie schlingen will. In gleicher Grösse.
St. Sebastian und die heil. Irene, wie sie mit ihrer Gefäh- tingin seine Wunden trocknet, mit Dedication an Opizzo d’Este: In Sebastiani vulnera Irene pietatis monumentum. Lodovicus Lana In. 1640. Schöne Composition. H. 14 Z., Br. 90 Z. 2 L.
Der Tod des Seneca, nach Guercino. Ohne Zeichen, aber nach Bartsch unzweifelhaft Lana’s Werk. H. 16 Z. 31 Br. 10 Z. 3 L.
Herkules erwürget den Nemäischen Löwen. Links unten ist ein Zeichen, aus L. Lo. und a. bestehend, welches in Einigen Lorenz Loli bedeuten soll; Gori und Bartsch legen es aber dem Lana bei. Es dürfte ein Jugendwerk desselben seyn, doch vorzüglich in schönem Drucke. H. 112 Z. 21 Br. 8 Z. 1 L.
Die heil. Jungfrau und das Jesuskind als Salvator mundi dargestellt.
St. Joseph und das Jesuskind.
Der heil. Sebastian.
Diese Blätter werden im Cataloge des Mr. Robert Dumesnil Blätter des L. Lana angegeben, welche dem Bartsch unbe- kannt blieben.
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