Lafreri, Anton

Lafreri, Anton, Kupferstecher und Kunsthändler , der gegen Ende zu Salins in der Franche-Comté geboren wurde. Sein Meister ist unbekannt, und als Künstler verdient er auch keine hohe Stellung.

Seinen Namen liest man indessen häufig auf Blättern; allein Lafreri hatte um 1540 in Rom einen Kunsthandel angelegt, und diesem Zwecke kaufte er alte Platten italienischer Künstler zusammen, die er dann retouchierte, oder hier und da gar änderte. Solchen Blättern steht dann Ant. Lafreri formis, oder A. L. was dasselbe bedeutet. Es sind dies Platten nach Perin del Val Michel Angelo, F. Zuccaro, Giulio Romano, Raphael, Titian,

Beatrice, Buonasone, Raimondi, A. Ghisi, Caraplioa, C. Cort,
St. du Pare etc. Allein die Blätter mit seiner Adresse gehören zu
den schlechteren; sie sind retouchirt und corrumpirt. Der Tod er-
eilte ihn .

Ein Verzeichniss dieser Blätter brauchen wir nicht zu geben, da
sie sein Werk nicht sind. Nur bemerken wir:

  1. Die Vision von St. Auguste, angeblich sein eigenes Werk.

  2. Die Geburt des Adonis , nach Salviati, angeblich von ihm
    selbst gestochen.

  3. Eine heidnische Opferscene, nach einer Basrelief : ein Wid-
    der, ein Stier und ein Schwein werden geopfert. Dieses
    Blatt hat die Jahrzahl , und es soll ihm selbst angehören.

  4. Die Schlacht der Römer gegen Pyrrhus, nach Rafael. La-
    freri nennt sich als Stecher, aber dieselbe Composition hat
    auch C. Cort gestochen.

  5. Adam und Eva beweinen den erschlagenen Abel, nach P.
    de Vaga. Loafner bezeichnet sich hier als Stecher, was er
    wohl nicht ist.

Seinen Namen tragen auch verschiedene Abbildungen von Sta-
tuen.

Lafuente, s. Fuente.

Delagardette, de, s. Delagardette.

Igman, Hendrik, Medailleur, der 1765 zu Amsterdam ge-
boren wurde. Sein Meister war K. Konse, noch mehr aber ver-
dankt er seinem eigenen Fleisse. Er erwarb sich den Ruf eines ge-
schickten Künstlers, was die Denkmünzen und Portraite, welche
sich von ihm finden, rechtfertigen. Die Gesellschaft Felix Meritis
trug ihm auf, die Ehrenmedaille zu schneiden, womit sie preis-
wurdige Kunstwerke belohnt.

Igman starb 1816 in seiner Geburtstadt.

Lagneau, Portraitmaler um 1610. Seine Lebensverhältnisse sind un-
bekannt, und von seinen Gemälden scheint sich nicht mehr viel
zu finden, Zeichnungen trifft man aber hie und da in Sammlun-
gen. Es sind dieses Bildnisse oder Kupfer, mit roter oder schwar-
zer Kreide gezeichnet, auch mit Pastellstil colorirt. Füssly sagt,
dass Lagneau ihm nur durch dessen schön gezeichnetes Bildniss
bekannt sei.

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