Ladenspelder, Hans, Maler und Kupferstecher von Essen im Herzogtume Berg, ein jüngerer Zeitgenosse Dürer’s. Seine Lebensverhältnisse sind unbekannt; sein Bildnis nennt uns das Geburtsjahr 1511, und so kann man ohngefähr seine Lebenszeit bestimmen. Nach einem Datum seiner Blätter lebte er aber um 1525. Bartsch IX. 57. beschreibt 20 Blätter von ihm, aber dieses Verzeichnis ist nicht complet. Sein Monogramm muss mit: Hans Ladenspelder von Essen erklärt werden.
Das Bildnis des Künstlers, aet. suae 20. 1540. H. 7 — 41 L., Br. 1 Z. 10
Die Kreuzabnahme. H.7 Z. 10 L., Br. 5 Z. 9 L.
Der Schmerzensmann, 1540. H.4 2 Z. 9 Z., Br. 1 Z. 10
Die Dreieinigkeit, mit dem Namen des Künstlers und 1540. H. 16 Z., Br. 11 Z. 6 L. 5–8) Die vier Evangelisten, mit lateinischer Erklärung. H. 4 2 Z. 5 L., Br. 3 Z. 5 L.
Die Bekehrung des hl. Paulus, H. 8 Z. 4 L., Br. 11 Z. 3 L.
Allegorie auf die christlichen Tugenden: Joan, Essendio, Inventor, 1547. H. 10 Z. 4 L., Br. 7 Z. 7 L.
Die Planeten, eine Folge, von welcher Bartsch 5 Blätter beschreibt: Sonne, Saturn, Venus, Mars 1548, derselbe auf andere Weise, ohne Jahrzahl. Diese Folge ist nicht komplett. H. 3 Z. 1 L., Br. 2 Z. 1—2 L.
Die Laster oder die sieben Todsünden, unter weiblichen Gestalten vorgestellt. H. 3 Z. 4 L., Br. 1 Z. 3 L.
Bartsch beschreibt nur zwei dieser Blätter: Superbia und Acedia. Die Blätter haben auch deutsche Aufschrift.
Buchtitel mit Verzierung: Amen, amen dico vobis, quia om- nis qui etc. H. 3 Z. 4 L., Br. 1 Z. 3 L.
Der Gehorsam, eine weibliche Gestalt mit der Ruthe: Obe- dientia foelicitatis mater. H. 3 Z. 8 L., Br. 3 Z.
Arabeske mit Figuren und Thieren, darunter ein nacktes Weib auf dem Boden mit einem Kelche, vor ihr ein Engel stehend etc. H. 6 Z., Br. 2 Z. 8 L.
Arabeske mit einem Phantasiegebilde nach oben: ein mensch- liches Haupt mit thierischen Ohren, weiblichen Brüsten und Fledermausflügel. Nach unten verschiedene Gewinde, in welche zwei nackte, den Rücken zeigende Frauenfiguren, deren Schenkel sich im Gewinde verlieren, nach verschie- denen Seiten hinübergreifen. Mit dem Monogramme und der Jahrzahl 1542. H. 2 Z. 9 L., Br. 3 Z.
Ein sitzender Soldat mit dem Schwerte über den gespreizten Schenkeln, in der Linken eine umgekehrte Hellebarde. Mit der Jahrzahl 1524 und ohne Monogramm. H. 3 Z. 11 L., Br. 2 Z. 8 L. Kenner schreiben dieses geistreich gestochene, gut gezeichnete, charaktervolle Blättchen dem Ladenspelder zu; die Verfasser der Gesch. der k. Kupferstichsammlung in Copenhagen S. 22 müchten es aber eher einem noch unbe- kannten Meister der westphälischen Schule beilegen.
Ceres mit Gartenmesser und Kornähren auf einem Wagen mit Papillon’s bespannt, kleines Blatt, ohne Zeichen.
Jupiter mit Amor, der einen Degen bei der Klinge hält, und Fortuna zeigt ihm an, wohin er treffen soll, Kleines Blatt ohne Zeichen.
Diese beiden Blätter werden ihm im Cabinet Paignon Dijonval zugeschrieben.
Vorsicht
Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.
Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.
Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_QFMTunOF6koC