Laborde, Leo Graf von, berühmter Reisender und Kunst- liebhaber, der als solcher eine rühmliche Stelle unter den Künst- lern einnimmt. Er ist der Sohn des ebenfalls als Reisender und Zeichner rühmlich bekannten Alexander de Laborde; Leo de la Laborde übertrifft aber in artistischer Hinsicht diesen weit. Er ist ein trefflicher Zeichner und sehr geübt im Copiren älterer Holz- platten. Blätter dieser Art fertigte er für ein wichtiges Werk, zu einer Geschichte der Stechkunst und des Holzschnittes seit 1480, dessen Vollendung nicht mehr ferne sein dürfte. Er machte eifrige Studien über ältere mittelalterliche Kunst, vornehmlich in Bezug auf die Entwicklungsgeschichte des Kupferstiches und Holzschnit- tes. Im Beiblatt zur Kasselschen allgemeinen Zeitung vom 27. März 1836 sind mehrere xylographische Proben: Facsimiles einiger sehr alten mit Bunze und Hammer gefertigten Platten, geschrottete Arbeiten (gravure criblee, manicre de Bernard Milnet) u. s. w. Seine Blätter sind sehr geistreich, und da wo er selbstschöpferisch handelt, hält Erfindung und Ausführung gleichen Schritt. Von seinen Blättern nennen wir noch jenes in des Grafen Raczinski Geschichte der neuern deutschen Kunst, badende Kinder nach Stein- brück vorstellend.
Ein anderes Werk, dessen Herausgabe im Jahre 1838 durch L. de Laborde den Anfang nahm, hat den Titel: Voyage en Orient par le comte Alex. de Laborde, M. M. Becker et Hall, rédigé et publié par Léon de Laborde, auteur du voyage de l’Arabie pétrée, pres de 400 Vues et Sites hist. de l’Asie mineure et de la Syrie, dessindes d’après nature par l’Auteur etc., roy. fol. Dieses Werk wird in 36 Lieferungen erscheinen, die zwei Bände bilden. Jede Lieferung erhält 5 Lithographien von den besten französischen Künstlern.
Dass wir von Léon de Laborde eine Voyage de l’Arabie pétrée haben, besagt der Titel dieses Werkes.
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