Kürzinger, Marianne, Malerin , die Schwester der beiden vorhergehenden Künstler, wurde 1770 geboren, und von ihrem Vater in den Anfangsgründen der Kunst unterwiesen. Später trat sie unter Leitung des Gallerie-Direktors J. Dorner und, mit Talent begabt, gab sie bald die Hoffnung, dass in ihr eine bayerische Angelika Kaufmann erstehen werde. Sie malte verschiedene Szenen. Auf der Münchner Kunstausstellung von 1788 sah man schon eigene Compositionen von ihrer Hand gemalt: ein Nachtstück mit Artemisia, und den König Salomon,
Von dieser Zeit an lieferte sie mehrere Bilder, die mit Beifall aufgenommen wurden; die Darstellung einer altdeutschen Familie kam sogar in die königliche Gallerie. Für eines ihrer besten Bilder erklärte man jenes, welches ein Serail vorstellt, und das in den Besitz des Herzogs von Kurland kam; für den General Moreau malte sie 1801 den Tod des Latour d’Auvergne; H. von Dittmar in Regensburg erhielt von ihrer Hand 30 Szenen aus Hamlet. Das letzte Gemälde stellt Christus am Ölberge dar, und dann folgten noch wenige Zeichnungen, die sie fast sterbend noch entwarf. Im Jahre 1800 starb sie, als Wittwe des Schauspielers und Singers I. Kunz.
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