Kürzinger, Johann, Maler von München, der Bruder und Schü- ler des obigen Franz. Er blieb in seinem Vaterlande, erlangte aber dennoch Beifall, sowohl mit seinen Bildnissen, als mit seinen klei- nen Genrestücken in niederländischer Manier.
Johann Kürzinger starb zu München 1794 im 50. Jahr.
Hilrzinger, Ignaz, Maler, wurde 1777 zu München geboren und von seinem Vater Franz in den Anfangsgründen der Kunst unter- richtet. In der Folge widmete er sich auch der dramatischen Kunst, es blieb aber seine Zeit zwischen dieser und der bildenden Kunst geteilt, und dennoch wurde er in beiden ein trefflicher Künstler.
Er betrat mit ungeteiltem Beifall die königl. Hofbühne in München, und hier wurde er zuletzt Direktor des Schauspiels. Direktor Kurzinger lebt noch gegenwärtig, doch fern von der Bühne, und seit seiner Quiescierung ist die Malerei seine Hauptbeschäftigung gewesen.
Man sah bei Gelegenheit der Kunstausstellung in München verschiedene Werke von diesem Künstler, Bildnisse, Historien und Genrestücke. In seinen Gemälden herrscht Wahrheit, und was die technische Behandlung anbelangt, so verrät sie keinen gewöhnlichen Dilettanten. In seiner früheren Zeit malte er für die Kirche in Bernried zwei Altarblätter mit St. Bernhard und St. Benedikt, und für die dortige Pfarrkirche malte er die Himmelfahrt Mariä. Für den Grafen August von Törring-Guttenzell führte er aus dessen Trauerspiel „Agnes Bernauer“ zwölf Szenen in Wasserfarbe aus. Dann fertigte er auch etliche gute Kopien, mythologische Darstellungen, und neben den Bildnissen der Gräfin von Montgelas, der Mme. Borgondis etc., sah man auf der Kunstausstellung zu München ein Gemälde mit Maria, Magdalena und Johannes, den Verkauf Joseph’s, den englischen Gruss u. s. w.
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