Kupetzky wurde von den Herrschern an seinen Hof einlud. Doch Kupetzky machte davon keinen Gebrauch, sondern bat nur um die Gnade

Kupetzky wurde von den Herrschern an seinen Hof einlud. Doch Kupetzky machte davon keinen Gebrauch, sondern bat nur um die Gnade, ihm und seiner Familie die Ausübung seiner Religion zu gestatten. Er war nämlich ein eifriger Anhänger der Sekte der böhmischen Brüder, und hatte selbst seine Frau, die Tochter seines Meisters Klaus, bereitet, dieser Sekte beizutreten. Er hatte sie als armes Mädchen aus Achtung für den Vater geheiratet, was er aber bereute, da dieses böse Weib von schlechtem Charakter war. Dennoch sorgte er redlich für sie, in Wien , so später in Nürnberg . Diese Stadt betrachtete er als Zufluchtsort, weil ihm seine Neider in Wien beibrachten, man wolle ihn als Sektiär dem geistlichen Gerichte übergeben, und so schickte er eilig seine Familie nach Nürnberg, und folgte selbst bald nach. Sein Ruf war ihm gefolgt und daher hatte er bald Überfluss an Bestellungen. Der Churfürst von Mainz , der Herzog von Gotha , der Markgraf von Ansbach und der Bischof von Würzburg luden ihn ein, um ihre Bildnisse zu malen, doch nirgends blieb er in die Länge. Im Jahre 1733 wollte ihn die Königin von Dänemark an ihrem Hofe sehen, allein sein Alter erlaubte die Reise nicht, und als ihm zu jener Zeit auch sein hoffnungsvoller Sohn, Joh. Christian Friedrich, der schon malte, im 17. Jahre gestorben war, kam er fast von Sinnen. Endlich starb er am Podagra, und seine Leiche wurde ganz im Stillen zu Grabe getragen, weil die Geistlichkeit den böhmischen Bruder nicht als Glied der Kirche betrachtete. Jedoch war Kupetzky ein braver Mann. Er machte ein Testament zu Gunsten der Armen, der salzburgischen Emigranten, und der Schulen in Nürnberg.

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