Kupetzky, Johann

Kupetzky, Johann, Maler, geb. zu Pössing in Oberungarn 1699, gest. 1740. Sein Vater, ein Weber , wollte ihn zu gleichem Berufe erziehen, allein der Sohn floh im 15. Jahre vor dem Werkstuhle, und half sich mit Betteln durch, bis er in Luzern bei einem Maler Klaus Aufnahme fand. Mit Talent begabt, machte er in kurzer Zeit solche Fortschritte, wie Klaus in seinem Leben nie, und nun ging Kupetzky nach Wien, dann nach Venedig und endlich nach Rom, um sich in seiner Kunst zu vervollkommnen, und es gelang ihm, selbst vor S. Bombelli den Vorzug zu behaupten. Sehr vieles malte er in Rom für Alexander Subiesky. Seine Meister waren Correggio, Guido und Titian, doch machte er nicht die Historienmalerei zur Hauptsache, sondern die Porträtmalerei . Nachdem er 22 Jahre in Italien zugebracht hatte, erhielt er vom Fünften Adam von Lichtenstein eine Einladung nach Wien, wo ihm Kaiser Joseph I., Karl VI. und Prinz Eugen vor den übrigen Hofmalern begünstigten, und auch dem Czar Peter wurde er in Carlsbad persönlich bekannt. Dieser Fürst hätte ihn gerne in seine Dienstverwendung aufgenommen, aber er nahm weder diese, noch eine andere vortheilhafte Bedienstigung an; wie Fiorillo meint, in Folge einer tiefen, richtigen (?) Liebe von Freiheit. Der russische Czar bestellte bei ihm viele Gemälde, bei welchen ihm David Hoyer die Draperie im Hintergrund half. Die Zahl seiner in Wien gefertigten Bilder ist sehr bedeutend, da er zahlreiche Aufträge erhielt, deren er sich in Schnelligkeit entledigte. Er war im Stande, in einem Tage mehrere Köpfe zu malen. Er malte den Fürsten von Lichtenstein, Karl VI. und die Kaiserin, und dieses Bild gefiel ersteren so wohl, dass er den Maler in hoher Anerkennung belohnte.

Kupetzky, Johann.

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