Kupetzky hat seinen Ruf namentlich als Portraitmaler gegründet; er malte aber auch Historien. Seine Bildnisse glaubten einige mit jenen Van Dyck’s vergleichen zu dürfen, und Füssly meint gar, um sich einen Begriff von Kupetzky’s Köpfen zu machen, müsse man die Stärke von Rubens, das Zarte und Geistige von Van Dyck und den Schatten und die Zauberei von Rembrandt sich vorstellen; ein Urtheil, das man wohl nicht unterschreiben wird. Er besitzt jedoch nicht gemeine Verdienste, besonders in getreuer Auffassung der Natur. Seine Köpfe sind ähnlich, und besonders hält er auf die Darstellung der Hände. Um die Draperie bekümmerte er sich weniger. Seine Farbentinten sind übertrieben; er malte bis ins Unendliche. Viele seiner Bildnisse wurden gestochen: von Bause, J. J. Haid, A. und J. Schmuzer, G. M. Preisler, J. C. Vogel, B. Vogel, J. v. Kauperz, P. Westermayer, J. Balzer, E. Schaffhauer u. a. Eine bedeutende Anzahl solcher Bildnisse sind in einem eigenen Werke vereinigt, unter dem Titel: Joannis Kupetzky, incomparabilis artificis imagines et picturae aliquot — antea arte quam vocant nigra aeri incisae, a Bern. Vogelio jam vero similiter continuatae opera et sumptibus V D Preisleri Chalcographi, Norimb. 1745, fol. Dieser B. Vogel fertigte das Bildnis Kupetzky’s mit der Brille, seinen Sohn dabeistehend; sehr schön in Schabmanier, fol. Sehr selten ist jenes Folioblatt in schwarzer Kunst, welches diesen Meister mit dem Damenbretspiel vorstellt. J. J. Haid stellte ihn mit Palette und Pinsel dar. Balzer sen. stach sein Bildnis für die Abbildungen böhmischer und mährischer Gelehrten und Künstler. Rossbach stach ihn, wie er die Laute spielt, J. Elias Haid im Brustbild mit Halskragen, und J. S. Leitner stach eine Medaille mit dem Bildnis Kupetzky’s. Auch sein von ihm selbst gemaltes Bildnis findet sich noch; einmal bei Domherrn Speth in München.
Dann sind auch historische Blätter nach seinen Gemälden vorhanden, darunter eine Sammlung unter dem Titel: Familia sacra,
L.
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