Kunike, Adolf, Lithograph zu Wien, und ein in der Geschichte der Lithographie rühmlicher Mann, da diese Kunst seinem denkenden Geiste manche Vortheile gewährte. Er ist der erste, welcher in Wien mit Erfolg eine Druckerei errichtete; jene des Kunsthändlers Reiner und des Buchhändlers Gerold erreichte ihren Zweck nicht. Dieses neue Institut nahm nun Kunike’s ganze Aufmerksamkeit in Anspruch.
Im J. 1816 fing er an, die Lithographie zu betreiben, zunächst in der Absicht, die vielen erforderlichen Abbildungen zu seinem hing vorbereiteten Elementarwerk der Zeichnung und Malerei auf dem entdeckten Wege dem Publikum leichter und weniger kostspielig vorlegen zu können. Den grössten Vortheil gewann er durch die Verbindung mit Senefelder, jedoch viele Versuche misslangen; aber schon gegen das Jahr 1818 gelangten seine Kreidezeichnungen zu sichtbarer Vollkommenheit, was die Bildnisse des
ssen Jacquin, des Dichters Weissenbach und Mich. Angelo’s
eugen. g: arbeitete Kunike mit ruhigem Selbstvertrauen, nicht ohne Kampf mit mannigfaltigen Hindernissen, rastlos darauf hin, ausschliesslich den reinen schwarzen Druck bis zur möglichsten Vollkommenheit zu bringen. Mehrere Künstler begünstigten seine Absicht durch Zeichnungen, als F. v. Klinkowstrom, Ritter v. Scheffer, F. Olivier. Nach manchen andern glücklichen Beweisen seiner Geschicklichkeit wollte Kunike endlich den Gewinn seiner Einsicht und Praxis an einem großen, allgemein interessanten Gegenstand darlegen. Nun ging aus seiner Presse die lith. Darstellung der
berühmtesten Donauansichten vom Ursprunge bis zum Ausflusse in’s Meer, nach Jak. Alt’s Zeichnungen, hervor.
Das Unternehmen wurde mit allgemeinem Interesse begünstigt, und diese Sammlung ist zu 140 Blättern in gr. qu. Fol. herangewachsen. Im Jahre 1828 war das Werk vollendet. Die 32 Blätter mit den türkischen Vestungen sind auch besonders zu haben. Überdies gingen aus seiner Anstalt mehrere Hefte mit biblischen Darstellungen aus dem alten und neuen Testamente hervor.
Kunike ist auch der Verfasser eines Lehrbuches der Lithographie.
Vorsicht
Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.
Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.
Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_QFMTunOF6koC