Künig, August

Künig, August, Zeichner und Lithograph aus Breslau, wurde zu

Künzle. — Kürzinger, Ignaz.

Anfang unsers Jahrhunderts geboren, und in seiner Vaterstadt zum Künstler gebildet. Er machte sich schon früh durch Federzeich- nungen bekannt, besonders durch zwei Lithographien, welche den Johannes nach Dominichino und das Bildnis Melanchthon’s nach L. Cranach vorstellen. In diesen Blättern wetteiferte die Lithogra- phie mit dem Kupferstich , und auf diese folgten verschiedene andere, in welche die zartesten, wie die stärksten Schraffirungen mit gleicher Sicherheit gezogen sind.

Im Jahre 1822 erhielt er bei der Kunstausstellung zu Breslau den Preis, und in späterer Zeit begab sich der Künstler nach Ber- lin, wo er gegenwärtig seine Kunst übt.

Andere Werke in dieser eigenthümlichen Linienmanier sind:

  1. Sechs der schönsten und seltensten Holzschnitte von Albrecht Dürer in originalseitigen treuen Copien mit der Feder auf Stein gezeichnet. Berlin 1832, gr. fol. Die Originale sind in der Sammlung des königl. preussischen Generalpostmeisters und Bundestagsgesandten %*l von Nagler in Berlin. Das Brustbild des Kaisers Maximilian I. ist nach einem selbst Bartsch unbe- kannten Holzschnitte gefertiget.

  2. Der Triumphwagen Kaiser Maximilian’s I., nach Dürer.

HÜUZIC, Architekt aus Carlsruhe , bildete sich daselbst in Weinhren- ner’s Schule. Wir fanden seine Zeichnungen als vortrefflich rühmt.

Huenz, oder Kunz, ein Bildschnitzler, der um 1334 zu Rosenheim in Bayern lebte. Er schnitzte Heiligenbilder, und ein solches, eine Madonna, bewahrt die Kirche zu Tuntenhausen in Oberbayern. Dieses Bild verlieh der Kirche den Ruf einer Wallfahrt.

Hilrzinger, Franz, Maler, wurde 1753 zu München geboren, und von dem damaligen Hofmaler Winter in den Anfangsgründen der Kunst unterrichtet. Damals gab es in München noch keine Aka- demie, und Kürzinger begab sich daher zur Vollendung seiner Ausbildung nach Rom. Diese suchte man sich zu jener Zeit in den Schulen der lebenden Meister zu verschaffen, nicht so sehr durch das Studium der Antiken, der Werke Rafael’s und anderer alten Meister. Zur Zeit Kürzinger’s war der nicht viel ältere R. Mengs im Flore, und an diesen schloss sich unser Künstler mit Verehrung an. Nach seiner Heimkehr wurden ihm ehrenvolle Auf- träge zu Theil, so wohl in Oel, als in Fresco. Er zierte verschie- dene Kirchen und Klöster. Für die Klosterkirche in Bernried malte er das Hochaltarblatt mit St. Martin, und in Ebersberg ist das Gemälde des Täufers sein Werk. Nach Gars kam der heil. Thomas von Aquin, und die Kirchen zu Ebersberg und Spalt malte er in Fresco aus. Starb um 1790.

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