Küffner, _Joseph — Miniaturmaler von Mainz , der sich um 1706 bis 1800 in Prag aufhielt, doch kennen wir seine späteren Verhältnis nicht. Er malte mit Beifall Bildnisse.
Hügel en, Gerhard von, Historien- und Portraitmaler, gebor: zu Bacharach am Rhein 1772, ermordet 1820. Dieser sowohl a Künstler , wie als Mensch gleich ausgezeichnete Mann ist e& Zwillingsbruder des russischen Cabinets- Malers Carl von Kügel gen, mit welchem eine seltene Ähnlichkeit statt fand. ]
Beiden Brüdern entwickelte sich frühe die Neigung zum Bilde aber erst im siebzehnten Jahre widmeten sie sich ausschliesasli der Kunst, da der Vater (churkölnischer Hofkammerrath) diesell! unter die losen zählte. eh ersten Unterricht erhielten sie vo dem Landschaftsmaler Schütz in Frankfurt und beim Maler Zie in Coblenz . Hierauf nahm sie der brave Portrait- und Historie: Maler Fesel als Schüler an, und nach einigen Jahren fanden «© an dem Churfürsten von Cöln , Maximilian Franz, einen hohe Gönner, der den aufstrebenden Künstlern durch drei Jahre jah lich 200 Dukaten, um sich in Rom auszubilden, bewilligte. ; Jahre 1791 betraten sie die Kunststadt, Den Historienmaler zoge
Neben den Verwandten durch die treffende Ähnlichkeit Erleichterung oder Verstorbener Trost und Freude zu gewähren. In seinen Bildern nen Schöpfungen bemerken wir stets, wie Harmonie die Wurzel und Grundlage aller seiner Ideen zu nennen ist. Sein gern pflegte er sich eine Hauptgestalt als Mittelstück zu dienen, zu dem er dann zwei Seitenstücke schuf, die in genauester Beziehung darauf standen, und zu einem vollen Allegorien vereinigten. Er äußerte oft, dass seine Ideen sich immer ganz ungesucht so gestalteten, und dass es ihm Mühe kosten würde, sie anders zu ordnen.
Eine zweite Lieblingsanordnung des Künstlers war es, in einem Zyklus von Gestalten zu bilden, welche mannichfaltige Abstufungen desselben Gefühls darstellen. Zu seinen letzten religiösen Gemälden gehört ein solcher himmlischer Dreiklang: ein Christus in der Mitte, rechts Johannes der Täufer, links Johannes Evangelist, Kniestücke in voller Lebensgröße. Kügelgen malt oft Christusköpfe, meist ganz von vorn, ernst, aber in frommer Andacht an das Werk gehend, Ernst und tiefgreifend.
Erlangte ihm aber noch nie diese Idealgestaltung als hier bei diesem ?ehrenden Christus. Von ausgezeichneter und rührender Schönheit ist der jugendliche Johannes; er spricht noch inniger und gemütlicher an, als eine frühere Gestaltung dieses Heiligen, eines warmen Feuerpriesters der Wahrheit und des Glaubens. Am wundervollsten aber ergreift das letzte Werk des unglücklichen Künstlers, woran er noch zwei Tage vor seinem Ende arbeitete. Es ist ein Kniestück in Lebensgröße und stellt den verlorenen Sohn aus dem Evangelium vor. Erschütternder, mit mehr charakteristischer Tiefe und Wahrheit lässt sich dieser Gegenstand nicht darstellen. Der verirrte Sünder kehrt in sich zurück, mit glühender Innigkeit hebt er das verwilderte Haupt empor und presst die gerungenen Hände betend an die Brust. Namenlose Zerknirschung ist in diesen weinenden Augen und den verstörten, aber nicht verzerrten Zügen. Die ausserordentliche Wahrheit des Fleischtones und die tiefste Kenntniss der Anatomie im Muskelspiel ist zu bewundern. Zu einem Gegenbild, die Rückkehr des Reuigen in die Arme des Vaters, hatte er schon den Entwurf gemacht. Das letzte Porträt, welches er vollendete, war das Brustbild des Fürsten von Reußen.
Ein Lieblingswerk des Künstlers, und auch eine seiner letzten Arbeiten, ist eine Madonna mit dem Jesuskind, etwas unterhalb Lebensgröße, ein ebenso selenvolles als liebliches Gemälde, originell gedacht und mit allem Zauber der Kunst ausgeführt.
G. Hardorff hat sein Bildnis lithographiert.
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