Kreul, Johann Friedrich Karl, Portrait - und Genre-Maler, Sohn des Obigen, geboren zu Ansbach 1801, bildete sich zu Nürn- berg an der Kunstschule, und im 22. Jahre besuchte er die Aka- demie der Künste in München , wo er, mit ungewöhnlichem Talent behaftet, bald die schönsten Hoffnungen gab. Sein Name wird bereits mit Ehren erwähnt, da mehrere seiner Bilder neben den besten Erzeugnissen ihrer Art eine Stelle finden. In seinen Bildern ist alles klar, wahr und ausdrucksvoll; die Figuren sind trefflich gezeichnet und eben so gut gemalt. Er hat Gefühl für Farbe und Harmonie. Kreul ist überhaupt im Besitze vollkommener techni- scher Mittel, welche er sich durch ein gründliches Studium erwarb. Sein Ruf war schon 1830 gegründet. Damals rühmte man sein Gemälde mit dem Dorfhirten, der als Arzt dasteht; die Frau, welche einem jungen Mädchen die Haare zurecht richtet, und sofort fand man an seinen Bildern zu loben. Wir erwähnen besonders noch: die Verlobung, das Landmädchen, welches über dem Schreiben eines Liebesbriefes eingeschlafen, der alte blinde Geiger mit einem kleinen Mädchen vor der Thüre eines ärmlichen Hauses sitzend, das Kapuzinerkloster, der alte betende Bauer u. a. Diese Bilder sind in Öl gemalt; doch finden sich von seiner Hand auch geschmackvolle Aquarelle. Ph. Walther hat sein Bückermädchen als Gedächtnisblatt des Nürnberger Kunst- vereins 1856 gestochen.
Joseph, Kupferstecher in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts, Schüler von Haid. Um 1739 stach er nach Bitschmann:
- das Bildnis des Cardinals Joseph von Batthyány, Primas von Ungarn.
- Venus verbindet dem Amor die Augen.
- Venus putzt Amor die Haare, beide mit Messerschmid ge- stochen, in Schwarzkunst fol.
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