Kreimer, Maler zu Antwerpen

Kreimer, Maler zu Antwerpen , ein jetzt lebender Künstler, der Lebensverhältnisse wir nicht erfahren konnten. Er steht mit NF vind van Bree auf gleicher Stufe, und folglich ist er einer der zügigsten Künstler jener Stadt. Seine historischen Bilder finden allen Beifall,

Firm1"fügel'‚ N.‚ Portraitmaler zu Brünn um 1700. Er fand Beifall,

Iirepp‚ Ignaz‚ Kupferstecher, wurde 1801 zu Wien geboren, und Mer besuchte er zuerst die Graveur-Schule unter Klieber, trat aber bald zur Historien-Zeichnung über. Die Kupferstecherkunst erlernte er bei B. Höfel, und dass er ebenfalls Gutes zu leisten im Stande ist, beweisen die Blätter, welche er geliefert hat. Die meisten der folgenden Blätter sind in dem bei Haas erschienenen Gallerie-Werke des Belvedere in Wien, und der grössere Theil ist trefflich und reizlich behandelt.

  1. Der Bogenschnitzende Amor, nach Parmegianino.

  2. Christuskopf , angeblich nach Correggio.

  3. Gaston de Foix, nach Palma Vecchio.

  4. Isabeila von Este, nach Titian.

  5. Die heil. Magdalena, nach G. Reni.

  6. Der heil. Sebastian, nach Correggio.

  7. Das Portrait Aldrovandi's, nach Titian.

  8. Die Erzherzogin Claudia , nach Sustermans.

  9. Die Aufrichtigkeit, nach C. Dolce.

  10. Herzog Pipin und seine Tochter, nach Rafael.

  11. Das Bildnis des Tonkünstlers Meyerbeer.

  12. Mehrere Blätter für B. v. Hormayer’s Beschreibung von Wien, für dessen historische Taschenbücher, zu dem Taschenbuch: Bildnisse der Frauen.

Löw‚ J. F., Kupferstecher zu Berlin , ein Künstler, der schon in den neunziger Jahren arbeitete. Wir fanden folgende Blätter von ihm erwähnt:

  1. Die Mutter mit dem Kinde, nach Otto Vänius, 1703.

  2. Agrippina mit dem Aschenkruge ihres Gemahls, nach Hetsch.

  3. Landschaft mit Vieh, nach J. von Gool.

  4. Amintor und Theodora, nach Stothard.

  5. Oberkonsistorial-Rath Zöllner.

  6. Der Grussfürst Constantin von Russland.

  7. Der Kronprinz von Schweden.

  8. Der Feldmarschall von Blücher, mit der Schlacht an der Katz- bach, nach Wolfs Zeichnung punktiert, 1814.

  9. Friedrich Wilhelm III. von Preussen im Kreise seiner Familie, nach H. Dähling, sehr gr. fol.

Kretschmar‚ Johann Carl Heinrich‚ Historienmaler‚ wurde 1676 zu Braunschweig geboren, und von seinen Eltern zum Kauf- mannsstande bestimmt, wozu er indessen nicht die geringste Nei- gung empfand. Fünfzehn Jahre war er alt, als er in die Leere kam, doch konnte er die Liebe zur Kunstübung nicht unterdrücken, und daher benutzte er jede Freistunde dazu. Schon in früher Juge- nade sprach sich bei ihm diese Neigung entschieden aus, und im ersten Stoff zur Bewunderung gab ihm der Künstler im Hause seines Vaters, welcher in den Feierstunden mit nicht gewöhnlicher Kunstfertigkeit Stillleben malte. Nur einen Monat hielt es Kretsch- mar im Kaufladen aus, dann aber verliess er die aufgedrungene Beschaftigung, und begab sich zu Pascha Johann Friedrich Weitsch in Unterricht. Unter Leitung dieses Meisters kopirte er Gemälde von Rubens, van Dyck, C. Crayer und Mireveldt, und so hatte er sich schon bei Weitsch nicht geringe technische Fertigkeit er- worben, als er 1789 das Unglück hatte, an einem Tage beide Eltern zu verlieren. Jetzt musste er in Berlin bei Verwandten Aufnahme suchen. Hier genoss er den Unterricht an der k. Aka- demie unter den Rektoren Frisch und Meil, und 1800 wurde ihm der akademische Preis zuerkannt. Die Aufgabe bestand in der

bildlichen Darstellung eines Momentes aus der brandenburgischen Geschichte, wie der Churfürst Friedrich Wilhelm der Grosse na« der Schlacht bei Fehrbeilin dem Landgrafen von Hessen-Homburg der gegen den ihm ertheilten Befehl die schwedischen Vorposten angegriffen hatte, einen Verweis ertheilt. Aufgemuntert durch den Erfolg, welcher dieser seiner ersten größeren Arbeit zu Theil wurde, malte Kretschmer gleich darauf ein zweites Gemälde aus derselben Geschichte, und wählte dazu den Moment, wo der

diese Churfürst als Churprinz von seiner Reise aus den Nieder- landen zurückkehrend seine Eltern in Spandau überrascht. Dies Gemälde kam 1802 zur Ausstellung, und es fand ebensowenig wie der erste den Beifall des Königs von Preussen, der beide kaufte. Im Jahre 1805 unternahm der Künstler, ohne Unterstützung des Staates, eine Kunstreise durch Deutschland, Frankreich und Italien und nachdem er in Rom ein halbes Jahr verweilt hatte, ging er nach Berlin zurück, wo er jetzt die ehrenvollsten Aufträge zur Bearbeitung biblischer, historischer und mythologischer Stoffe erhielt. Auch seine Bildnisse fanden Anerkennung.

Im Jahre 1806 wurde Kretschmar ordentliches Mitglied der Akademie, 1817 ordentlicher Professor der Geschichtsmalerei und 1828 Mitglied des Senates der erwähnten Anstalt. Ein Jahr früher wurde ihm die Leitung des Unterrichts im Malen auf der Galerie des Museums übertragen, und noch gegenwärtig liegt ihm die Pflicht ob. Unter die Zahl seiner Schüler zählt er mit großer Freude den Professor Wilhelm Wach.

Die Werke dieses Künstlers sind in bedeutender Anzahl vorhanden. Es sind dies Portraits angesehener Personen, und Historien. Sie zierten die Kunstausstellungen in Berlin, und da betrachtet man sie fortwährend mit Beifall. Im Jahre 1836 rühmte man besonders ein Bild der büßenden Magdalena, das durch die weiche Behandlung des Fleisches, durch die gelungene Beleuchtung, durch die gefällige Gewandung und durch die meisterhafte Behandlung einen großen Reiz gewährt.

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