Krazeisen, Karl, königlich bayerischer Hauptmann und Maler, wurde 1704 zu Zweibrücken geboren, aber zu München im Cadetencorps erzogen. Dieses Institut verliess er 1812, da er als Offizier in die Armee trat. Er machte die Feldzüge von und 1814 mit, und 1815 war er in den Reihen, die gegen Frankreich Macht ihre Kraft entwickelten. Endlich ward dem deutschen Vater- lande der Frieden zurückgegeben, und jetzt beschäftigte sich Krazeisen mit Vorliebe mit der Kunst. Er zeichnete viele Porträts , malte schöne Genrestücke und Landschaften in Öl, und Bilder dieser Art, so wie eine Anzahl von Aquarellen gingen in verschie- denen Besitz über. Im Jahre 1816 ertheilte ihm der Kaiser Alexander der von Russland den Auftrag, in zwei Aquarellzeichnungen die bayerische Cuirassier- und Grenadiergarde darzustellen, und nicht minder ehrenvoll, und noch ausgedehnter, sind die Bestellungen des Kaisers Nikolaus von Russland, für welchen er, noch als Großfürst, die bayerische Armee in 18 colorirten Zeichnungen darstellte. End- lich nahte die Zeit, in welcher die Griechen mit aller Kraft den türkischen Joch zu zertrümmern strebten; Oberstleutnant Krazeisen war der Begleiter des General v. Heideck, und beide erndeten als Philhellenen in Griechenland ihre Lorbeeren. Von den Kunstbestrebungen des ersteren in Griechenland haben wir bereits an seiner Stelle gesprochen, aber auch Krazeisen war auf solche Weise thätig. Er zeichnete in den Jahren und 1827 Bildnisse
der in diesem Befreiungskriege merkwürdig gewordenen Personen nach dem Leben, und diese geistreichen und charaktervollen Por- traite, so wie einige Landschaften und Costume sind uns durch die Lithographie bekannt geworden, unter dem Titel: Bildnisse
ichneter Griechen und Philhellenen, etc. 7 Hefte in gr. fol., mit 21 Bildnissen und 7 Landschaften, lithographirt von Hanf- süngel, Hohe, P. Hess u. a. Im Jahre 1832 erhielt der Künstler von Raiser Nikolaus den Auftrag, die griechische Armee in 10 colo- nrien Blättern darzustellen, und später wurde ihm von demselben Kaiser ein dritter ehrenvoller Auftrag zu Theil. Er stellt jetzt für ihn in 6 Blättern in Aquarell militärische Scenen dar. In neuerer Zeit bestehen also seine Werke nur in Aquarellen, und diese sind mit eben so viel Kunst, als Geschmack behandelt.
Krazenstein ist Ritter des k. griechischen Ordens vom
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