Kraus, Georg Melchior, Maler, Zeichner und Kupferstecher von Frankfurt am Main , dessen Geburtsjahr versch den angegeben wird. Rost und nach ihm Heller gaben irrig 1' als solches an, und in Brulliot’s Dictionnaire des monogram steht durch Druckfehler 1723, statt 1733, wie man bei Füssly l& kann. Hüsgen nennt in den Nachrichten von Frankfurter Kuün lern 1737 als das Geburtsjahr dieses Künstlers, und dieses ist w die richtigere Angabe. Aus innerem Triebe geleitet, kam er zı H. Tischbein, um die Zeichenkunst zu erlernen, und nachdem sich auch im Malen kräftig fühlte, begab er sich nach Paris, damals Greuze und Boucher den Geschmack beherrschten. Er nahm sie zum Muster, seine bessere Natur hielt ihn aber fern von Boucher’s Leichtfertigkeit. In Paris verweilte er von 1761 1767, und wir glauben daher, dass er mit jenem Georg Kraus, dem falls Schüler von Greuze, den Füssly 1765 in Paris sterben Eine Person sei. Im Jahre wurde er Mitglied der Akademie der Künste in Wien , es ist aber nicht bekannt, ob der Künstler damals sich in jener Raiserstadt aufgehalten habe. Im Jahre 1774 besuchte er die Schweiz , und zwei Jahre darauf traf er mit G. in Ems zusammen, wo er verschiedene schöne Gegenden am Lahn in Wasserfarben aufnahm. Im Jahre 1776 trat er endlich Dienste des Grossherzogs von Weimar , und auf dessen Anst gründete er 1780 eine Zeichenakademie für Stadt und Land, wohlthätiges Institut. Er ist mit Bertuch der Herausgeber des kannten Journals für Luxus und Moden, des A. B. C. des Zeich ners und der Uebungsblätter, der deutschen und anderer Nation trachten, in 60 Heften; der Ansichten aus allen Theilen von Euro und anderer Werke. Daneben arbeitete er auch für das Insti und für die Bildung der Zöglinge, und 1806 machte endlich Tod seinem thätigen Leben ein Ende. Er war Herzoglich-Sachs Weimarischer Rath und Direktor der Zeichenschule. J.%. Bertuch seine Biographie geschrieben, und dabei ist das Bildniss von Kraus Kraus malte Genrestücke, und darunter sind Darstellungen von Oberon, Schweizer Bauernstuben etc.; auch landschaftliche Stellungen, in Oel und in Zeichnungen. Von ihm und von Schi sind die Zeichnungen zu Vogt's malerischer Reise in die Rhein! enden. Frankfurt 1804. Die von ihm gezeichneten 13 Aussicht es Landhauses und Gartens zu Wörlitz haben Kohl, Zoller u Conti gestochen, Dann sind noch mehrere andere Bilder nach
gestochen: von Ch. Levasseur la gaiete sans embarras; von demselben und von A. de Buigne le chaudronier und la raccommodeuse
de faience; von F. Hubert le cordonnier; von C. Levasseur la chaufferette; von Chouabe la rotisseuse; von Voyez jun. la marchande
de carpes und la marchande de plaisirs etc.
Dann hat man von ihm selbst eine Anzahl theils schwarzer, theils weißer Aetzarbeiten.
- Der Schuhflicker, welcher ein Mädchen liebkost, nach seinem
eigenen Gemälde, und im ersten Drucke vor der Schrift.
2–7) Ansichten um Weimar, qu. fol.
- Ansicht des Schlosses von Weimar mit der Umgegend, großes
Blatt in Aquatinta.
- Bacchanal in Poussin’s Manier, ein sehr seltenes Blatt in
Schwarzkunst, 4.
Verschiedene ländliche Darstellungen.
Rinderköpfe u. s. w.
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