Kool, W. — Koopmans, J. K. H.
Bon:pfle erfolgten Auflösung der Akademie behauptete. Neben dem Pralectorat hatte er auch Unterricht im Zeichnen zu geben, aber alles dieses raubte ihm die Zeit zum Malen, und v. Kooi sochte daher bei der Akademie um Urlaub nach, um sich zu Düs- seldorf in der Malerei ausbilden zu können. Hier fand er bei Direktor J. P. Langer und bei Professor Brulliot freundschaftliche Aufsahme, und von den Meisterwerken, welche er in Düsseldorf mit aller Aufmerksamkeit studirte, waren es besonders die Werke van Dyck’s. Er copirte damals nur einige Portraite nach diesem Mester, dann gegen Anfang des Winters kehrte er nach Franeker zurück, aber im folgenden Jahre setzte er in Düsseldorf seine be- menen Studien fort. Von dieser Zeit an befasste er sich bestän- dig mit der Malerei , und sein Ruf ward bald gefestigt. Im Jahre
1836 wurde in Amsterdam sein Gemälde, welches eine Dame vor- stellt, wie ihr der Bediente einen Brief einhändiget, des Preises von 2000 fl. würdig gehalten, und um jene Zeit malte er auch das Bildniss des Hochlehrers E. Wassenbergh in Franeker , welches R. Vinkeles gestochen hat. Dieses Portrait und andere Werke hat- ten den Künstler in ganz Holland bekannt gemacht, und viele an- gesehene Personen ließen sich von ihm malen. Im Jahre 1809
wurde er auch schon Correspondent der vierten Classe des nieder- ländischen Instituts. Van Kooi liess sich jetzt in Amsterdam nieder, und hier befestigte er zu den Kunstausstellungen mehrere Bilder, welche die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich zogen. Es sind die- ses Bildnisse friesländischer Edelleute, und auch den König malte er. Die Zahl seiner Bildnisse von Herren und Damen ist bedeutend. Sie sind meisterhaft behandelt und ganz charakteristisch auf- gefasst. Auch Genrestücke malte dieser Künstler, und diese gehören zu den besten Erzeugnissen der neuern Gattungsmalerei. Van Kooi starb 1836 mit dem Ruf eines ausgezeichneten Künstlers. Auch
als Lehrer war er sehr geschätzt.
Die Geschiedenis der vaderl. Schilderkunst door R. van Eynden & A. van der Willigen 1820 gibt ausführliche Nachrichten über diesen Künstler, und daselbst ist B. III. p. 136 Nro. 3 sein Bildniss gestochen.
W., Maler, auf welchen man das Monogramm W. R. K. auf Landschaften im Geschmacke des J. van Goyen deutet. Volle Sicher- heit gewährt diese Erklärung nicht.
J. Van, s. Gool. Bod; Lorenz Van, s. Gool.
Koonen s. Koene.
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