Kooghen, Leonhard van der, Maler und Radierer , wurde um 1740 in Harlem geboren, und den ersten Unterricht in der Malerei erhielt er von J. Jordaens. Dennoch bemerkt man keine Ähnlich- keit in der Malweise beider Künstler, wohl aber zwischen ihnen
und C. Bega. Mit diesem lustigen Patron schloss er Freundschaft, er selbst aber war von Natur aus schüchtern, so dass er sich nie einmal eine Frau zu nehmen getraute. Van der Kooi war ver mögen, und daher trieb er die Kunst bloß zur Unterhaltung. Er malte mit Fleiß und in gutem Geschmacke Historien im großen und kleinem Formate. Im Jahre 1681 starb er.
Wir haben von diesem Künstler auch geätzte Blätter, die er mit kühner und breiter Nadel im Geschmacke des H. Carracci ausführte. Bartsch P. gr, IV. 120 beschreibt 9 Blätter von diesem Künstler. Heinecke will aber deren 15 kennen.
- Christus mit der Dornenkrone auf einem Steine sitzend, 1665. H. 4 Z. 8 L., Br. 4 Z. 3 L.
- St. Sebastian am Baume von Pfeilen durchbohrt, 1665. H. 4 Z. 2 L., Br. 4 Z. 3 L.
- St. Bavon mit dem Falken, 1664. H. 7 Z., Br. 4 Z. 3 L. 4–7) Vier Blätter mit Kriegern, 1665–1666. H. 4 Z., 4–6 Z. Br. 4 Z. 2 L. (Nach Heinecke’s Angabe besteht diese Folge aus sechs Blättern.)
- Die Frau mit dem Kruge in der Hand, im Grunde ein Do. H. 5 Z. 3 L., Br. 3 Z. 11 L.
- Büste einer Frau, im Profil nach links gerichtet, 1664. H. 5 Z. 1 L., Br. 3 Z. 8 L.
Dann findet man noch als Werke dieses Künstlers bezeichnet:
- Apollo und die Nymphen.
- Der Riesensturz.
- Das Opfer beim Grabe.
- Der Fahnenträger zu Pferde.
- Die zwei Männer beim Bretspiele.
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