Koninck, Salomon, Maler und Radierer , ein berühmter Künstler seiner Zeit, dessen wir nach Descamps und Fiorillo schon unter Coningh erwähnt haben, und wir verweisen daher eines Teils auf jenen Artikel. Der richtige Name scheint aber Koninck zu sein, weil sich der Künstler selbst so schreibt. Indessen kann man auch Koninck lesen. Er wurde 1600 zu Amsterdam geboren, und unter seinen Lehrern hatte er dem N. Moyaert das meiste zu verdanken.
Über seine Verdienste haben wir bereits gesprochen, und es bleibt uns daher hier nur von seinen Blättern zu sprechen übrig. Diese sind ganz im Geschmacke Rembrandt’s gefertigt, und mit großer Leichtigkeit radiert. Bartsch verzeichnet sie im Catalogue de Rembrandt II. 130, und Brulliot führt im Dict. des monogr. I. 2774a noch ein anderes an, welches mit dem Monogramm K. S. bezeichnet ist und die Büste eines alten Weibes vorstellt, vermutlich von unserem Künstler nach Rembrandt’s Zeichnung gefertigt.
Büste eines Alten mit großem Barte, nach rechts gerichtet, in einen sammten Rock gekleidet. Der Grund ist hell; links oben liest man: S. Koninck Aov. 1628. H. 4 Z. 11 L., Br. 3 Z. 1 L.
Büste eines Orientalen mit Bart und Turban, nach links gerichtet. Rechts oben der Name und 1638. Das Gegenstück, mit zarter und geistreicher Nadel gefertigt.
Büste eines Alten in 3 Ansicht, mit Knebel- und Schnurrbart, auf dem Kopfe eine sonderbare Mütze. Der Grund ist bis auf einige Taillen zur Linken weiß, Rechts oben steht, verkehrt geschrieben: S. Koninck invent.
Alter im Lehnstuhle mit langem Barte, die Hände zum Gebete erhoben. Der Grund ist weiß, und der Urheber dieses Blattes dürfte nach Bartsch unser Künstler sein. H. 8 Z., Br. 3 Z. 11 L.
Büste eines würdigen Alten in 3 Ansicht nach rechts gerichtet. Er hat einen langen Bart und sein Rock ist durch zwei Knöpfe zusammengehalten. Dieses Blatt ist mit Geschmack und bewunderungswürdiger Leichtigkeit behandelt, und nach Bartsch unzweifelhaft Koninck’s Werk. H. 5 Z., Br. 3 Z. 9 L.
Landschaft mit einem Weiler, wo man einige Gebäude mit Bäumen umgeben sieht. In der Mitte ist eine Thurmruine, und links unten liest man neben dem Namen des Künstlers die Jahrzahl 1663. H. 3 Z. 9 L., Br. 5 Z. 9 L.
König werden auch hie und da die folgenden Künstler geschrieben.
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