Kohl, Ludwig

Kohl, Ludwig, Zeichner, Maler und Kupferstecher , wurde 1746 in Prag geboren, und hier übte er auch seine Kunst. Er hatte keinen eigentlichen Lehrer, nur der Umgang mit Norbert Grund war in der Malerei von Nutzen. Er wählte das historische Fach, in hierin erwarb er sich großen Beifall. Man hat von seiner Hand religiöse Bilder und solche profanen Inhalts, Landschaften und Architekturstücke. Bei Dlabacz sind viele seiner Gemälde verzeichnet. Die Akademie der Künste in Wien nahm ihn 1760 zum Mitgliede auf, überschickte ihm jene in Parma das Ehrendiplom. In der Folge (1773) wurde er Lehrer der Zeichenkunst an der k. k. Prager Musterschule, und als solcher behauptete er bis zu seinem erfolgten Tod seinen Ruf. Er gab in vielen angesehenen Häusern Unterricht, und selbst der Erzherzogin Maria Anna ertheilte er solchen. Dann radirte er auch in Kupfer, und bei Dlabacz sind folgende Blätter verzeichnet:

  1. 12 historische Darstellungen aus der böhmischen Geschichte, 1789.
  2. 7 Ansichten der Stadt Prag, 1792 und 1803.
  3. Vier alte Schloßbauten Böhmens, nach der Natur aufgenommen, und 94. W. Berggräf, F. Motiezka und C. Kohl haben nach ihm gestochen. Noch müssen wir bemerken, dass Kohl verschiedene Modelle und architektonische Zeichnungen fertigte, und daher führt ihn Füssli zum zweiten Mal als Architekten auf.

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