Kohl, Clemens, Kupferstecher , wurde 1754 in Prag geboren, und war seinem Bruder Ludwig in den Anfangsgründen unterrichtet. Doch wählte er nicht die Malerei zum Hauptfache; es war diese Kunst zu Stechen und zu Radiren, worin er in Wien unter Schmutzer’s Leitung grosse Fortschritte machte. Er genoss zum Regierungsantritt Joseph II. das für junge Künstler ausgezogene Stipendium, und nach Ablauf desselben trat er in Wien als ausübender Künstler auf. Seine Arbeiten fanden grossen Beifall, und daher liefen auch vom Auslande Bestellungen ein. Man findet in vielen belletristischen Werken Blätter von seiner Hand, besonders in der beliebten Auflage der besten Dichter von Schrämbl. Dann ertheilte er der Kaiserin Maria Theresia Unterricht im Zeichnen, und starb der Künstler.
Die Blätter der Prachtausgabe von Wieland’s Werken, nach Ramberg:
Die Kinder der Natur.
Die Fee im Palast der weißen Katzen.
Sonnemon.
Aufklärung, nach Schnorr.
Pastor bonus, 1790, fol.
Der Segen Jakobs.
Der Philosoph mit der Brille.
Der Lehrer mit den Schülern. Alle drei nach L. Kohl.
Drei schöne Figuren für die französischen Feenmährchen. Wien 1801.
Die Blätter zu der Sammlung der vorzüglichsten Werke deutscher Dichter und Prosaisten: Die Bildnisse von Kleist, Bürger, Gessner, Hölty, Uz, Hagedorn , Michaelis, Pfeffel, Thümmel, Gellert, Weisse, Lichtwer.
Verschiedene historische und romantische Darstellungen,
Einige kleine, nach Piazetta radirte Köpfe,
Das Bildnis des Herzogs von Braunschweig-Wolfenbüttel nach Graf, in fol. und 8.
Jenes des Grafen von Thun.
Herzog Ferdinand von Braunschweig, sitzend, qu. fol.
König Friedrich der Große, nach J. H. Franke, 1701.
Prinz Friedrich Wilhelm von Hohenlohe, nach J. Kreuzing,
- Johann Sacco in der Rolle der Elfriede, nach J. Tusch,
- Serge, Prinz von Gagarin, nach L. Posch.
- Barbe, Prinzessin von Gallitzin, nach demselben.
- Eine Folge biblischer Vorstellungen, nach Schellenberg.
- Die Blätter in Becker’s Taschenbuch, 1794 und 95.
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