Koenig, Johann Heinrich Christoph

Koenig, Johann Heinrich Christoph, Maler zu Breslau, wurde 1777 zu Braunschweig geboren, und hier, so wie später in Berlin in seiner Kunst unterrichtet. Dann wählte er Breslau zu seiner zweiten Vaterstadt, und hier ist der Künstler noch thätig. Er malt Historien und Landschaften, und die Werke, welche er geliefert, erwarben ihm den Beifall der Käufer und Kunstfreunde. Seine historischen Bilder sind lieblich und zart behandelt, und die

Färbung ist frisch und harmonisch. Dann sind seine Gemälde außerordentlich sinnreich und trefflich geordnet.

Hömg, Friedrich, Medailleur und Sohn des Obigen, bildete sich auf der k. Akademie der Künste zu Berlin in seinem Fache aus. Später wurde er königl. preuss. Hofmedailleur, und als solcher ist der Künstler jetzt in voller Thätigkeit. Er hat bereits eine Anzahl schöner Medaillen geliefert, die sich sowohl durch geistreiche, plastische Behandlung, als durch Reinheit des Gepräges auszeichnet. Ein vollständiges Verzeichnis derselben können wir nicht gebieten.

Und auch seine Lebensverhältnisse sind uns nicht genau bekannt worden, da wir uns näherer Aufschlüsse nicht zu erfreuen hatten.

Als Werke des jüngeren F. Koenig fanden wir erwähnt:

  1. Denkmünze auf die 1821 erfolgte Sekularfeier der zweiten Erhuldigung Pommerns an Preussen mit Friedrich Wilhelm I.

  2. Denkmünze zur Feier der 25jährigen Regierung Friedrich Wilhelm I., 1822.

  3. Denkmünze auf die Erbauung des neuen Schauspielhauses zu Berlin, .

  4. Denkmünze zur Feier des 50jährigen Amtsjubiläums des Ministers von Kircheisen, 1821.

  5. Gedächtnismünze auf Ch. M. Schröder, 1821.

  6. Dorfbildnis des Kronprinzen von Preussen und seiner Gemahlin.

  7. Grosse Medaille auf den Geburtstag des Königs, mit der geistigen Figur, welche das Grossherzogtum Posen vorstellt.

  8. Medaille mit dem höchst ausdrucksvollen Brustbilde des Königs von Preussen, 1826.

  9. Ehrendenkmünze der freien Stadt Lübeck.

  10. Denkmünze auf den Tod Franz I. von Österreich.

  11. Medaille auf die erste Anwesenheit des Königs von Preussen in der Stadt Cörlitz.

  12. Denkmünze auf den Tod des Bürgermeisters Schrötteringk in Hanburg.

  13. Denkmünze auf den General-Intendanten der k. preuss. Schauspiele, Grafen von Brühl.

  14. Denkmünze der Stadt Berlin, 1817 dem Fürsten Blücher überreicht. Diese drei Zoll im Durchmesser haltende Medaille wurde nach Schinkel’s Entwurf ausgeführt und ein vorzügliches Kunstwerk.

  15. Medaille auf die Jubelfeier des Generals und Ministers von Cottum, mit dem Bildnis nach der Büste des Prof. K. Wichmann.

— Anton F. Koenig, Medailleur, wurde 1773 zu Breslau geboren, kam aber schon als Knabe nach Dresden, wo er seine Ausbildung erhielt. Er wurde bei Zeiten als Münzgraveur angestellt, und dann erhielt er auch die Stelle eines k. sächsischen Hofmedailleurs. Man hat von seiner Hand schätzbare Medaillen, die im Bildnis, wie in den Beiwerken einen tüchtigen Künstler vorraten.

  1. Denkmünze auf die Huldigung 1827, mit den capitibus jüngsten des Königs und der Königin, in vollster Portraitähnlichkeit.

  2. Medaille auf O. Melling.

  3. Medaille mit den Köpfen des neuvermählten Prinzen Mitregenten Friedrich von Sachsen und der Prinzessin Marie von Bayern, im Avers das Viergespann von Amor geführt, 1853. Höchstgelobte Werke, die Köpfe im schönsten Relief.

  4. Medaille auf das Lehrerjubiläum des Forstrathes H. Cotta, mit dem Bildnis des Jubelgreises, 1836.

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