Koenig, Johann

Koenig, Johann, Maler zu Augsburg , dessen Lebensverhältnisse aber unbekannt sind. Seine Thätigkeit fällt um 1600, und zu jener Zeit malte er für die Gerichtsstube des Rathhauses das jüngste Gericht, die Geschichte des Ananias und der Saphira, und für die Fürstenstube drei große allegorische Darstellungen der Art zu regieren. Dann malte Johann Koenig historische Bilder auf Achat, Marmor und andere Steine. Auf der Universitäts-Bibliothek zu Uprala bewahrt man von ihm einen auf beiden Seiten bemalten Achat mit dem jüngsten Gerichte und dem Zug der Israëlite durch das rothe Meer, und Meusel beschreibt ein merkwürdiges Gemälde, welches auf schwarzem Marmor die Grablegung Christi bei Fackelchein darstellt. Meusel findet hierin einen Anklang an die venezianische Schule. S. den folgenden Artikel.

Boeng, Jakob, Maler von Nürnberg und Zeitgenosse des Obigen, wenn nicht gar von Einer und derselben Person die Rede ist. F. Alberti legt ihm in den Lettere di Monaco, Residenza di Baviera 4702 p. 29 das schöne Gemälde des durch seine Töne die Thiere beunruhigenden Orpheus bei, welches Koenig 1613 in Rom gemalt haben soll. In Italien konnte dieser J. Koenig allerdings gewesen sein, aber er war nicht der Schüler des A. van de Velde, wie Lipowsky dem Alberti gläubig nachschreibt. Van de Velde wurde erst 1639 geboren, zu einer Zeit, als Koenig vielleicht schon tot war. Jener Schüler A. v. d. Velde’s ist Jakob Koning oder Koenigz, dessen Name vielleicht mit jenem des oben erwähnten Johann Koenig verwechselt wurde. Fiorillo D. IV. 244 vermutet nur, es könnten zwei Künstler hier gemeint sein, was gar keinem Zweifel unterliegt. Jakob Koenig war Miniaturmaler. Das oben erwähnte Bild des Orpheus ist in Miniatur ausgeführt, und der Rahmen mit Lazurstein ausgelegt. In der Mitte des Steins sind wieder kleine Landschaften gemalt. Eine andere Miniatur derselben Sammlung stellt die Hochzeit zu Canä dar. Diese Stücke sind mit ausserordentlicher Zartheit gemalt.

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