Koenig, Georg Heinrich

Koenig, Georg Heinrich, Wachsbossierer und Graveur , wurde zu Suhl im Hennebergischen geboren, und anfänglich zum Büchsen- schifter bestimmt. Später kam er als Geselle nach Wien, und hier nahm ihn einer seiner Landsleute, ein Graveur, zu sich; nun ver- legte er sich auf gleiche Kunst, die er auch mit jener des Emaili- rens verband. Von Wien reiste er nach St. Petersburg, wo er in der Folge sein Glück machte. Er gravirte, emaillirte und bossirte in farbiges Wachs, und besondern Beifall fanden seine Bildnisse, da er sie mit allerlei Flitter ausputzte. Nach einiger Zeit ging er auch nach England , wo er mehrere Jahre blieb; er ließ aber doch erneut an St. Petersburg , und um sich der Kaiserin Katharina zu empfehlen, arbeitete er mit unsäglichem Fleisse und bedeutenden Kosten eine kunstreiche Kaminverzierung aus, die ihm aber bei der Einfuhr aus dem Grunde des zu niedrigen Ansatzes im Preise als gültige Prise erklärt wurde. Zum Glück fand er in Russland an dem Fürsten Potemkin einen Gönner, bei welchem er alle seine Projekte, selbst die kostspieligsten, zur Ausführung bringen konnte. Der Fürst liebte Neuheit und Eleganz in der Ausschmückung seines Pallastes, Koenig gab dazu die Ideen, und diese wurden ausgeführt. Endlich nahm ihn die Kaiserin in ihre Dienste, und diese bediente sich seiner Kunst bei der Anfertigung einer Sammlung von Glaspasten.

Koenig starb in Russland zu Anfang unseres Jahrhunderts.

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