Koehler, Christian

Koehler, Christian, Maler von Werben in Preussen , wurde geboren, hat sich aber bereits grossen Ruf erworben. Er war ein Zogling der Düsseldorfer Schule, und das Fach, welches er erwählte, ist das historische, wozu er auch entschiedenes Talent besitzt. Indessen malt er auch Genrestücke, liebliche Scenes, wie charakteristische Bildnisse. Seine Bilder erfreuen durch die Zierlichkeit der Composition und durch die Schönheit der Form der Gestalten. Auch als Colorist steht Koehler bereits auf einer hohen Stufe. Ein bedeutendes Bild ist seine Rebecca am Brunnen, vollendet, und im Jahre 1834 brachte er sein großes Bild der Wandlung Mosis zur Ausstellung, und dieses fand ungetheilten Beifall. Der Künstler hat die Scene von der romantischen Seite ergriffen und sie in naiven Zügen dargestellt. Jentzen hat dieses Gemälde für den rheinisch-westphälischen Kunstverein 1835 lithographiert und auch in Raczynski’s Gesch. der neueren deutschen Kunst ist es abgebildet. Im Jahre 1830 brachte er ein anderes schönes Bild zur Ausstellung, welches die Mirjam vorstellt, lobend nach dem Durchgang durch das rothe Meer.

Graf Raczynski rühmt diesen Künstler besonders. Es ist eine unwiderstehliche Anziehung, sagt er, es ist das innige Gefühl des Schönen, es ist der geheime Zug seiner Seele, welche ihn in die Laufbahn seiner Kunst getrieben haben. Das geübte Auge und das Hauptes der Düsseldorfer Schule erkannte ohne Zögern in ihm eine glückliche Anlage; Schadow unterstützte ihn mit Rath und Talente, und seitdem hat jeder Tag sein Geschick wachsen und eine liebevoll würdige Eigenschaft entfalten gesehen. Schadow freut sich seiner.

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_QFMTunOF6koC