Koeck, Michael, berühmter Maler, geb. zu Innsbruck 1760, gest. zu Rom 1825. Er erhielt den ersten Unterricht im Zeichnen und in der Malerei unter Leitung des Zeichenmeisters Peter Deniff, und setzte, von dem Gubernialrathe, Grafen von Enzenberg großzügig unterstützt, 1777 zu Mailand unter dem trefflichen Maler M. Knoller seine Studien fort. Neun Jahre arbeitete nun Koeck an der Seite Knoller’s, und als dieser ihn genug vorbereitet fand, die Kunstschätze Rom’s zu studiren, und sich nach diesen selbst zu bilden, wurde er als kaiserlicher Pensionär dahin geschickt. Die Akademie von St. Luca nahm Koeck in der Folge unter ihre Mitglieder auf, und im Jahre 1814 wurde er als Inspektor des päpstlichen Studiums der Mosaik im Vatikan angestellt.
In Rom verehelichte er sich mit Kath. Peters, der Tochter eines Hauptmanns der päpstlichen Leibwache, verlor aber nach wenigen Jahren die geliebte Gattin durch den Tod.
Von Koeck’s Leistungen sind nur wenige im Vaterlande. Zwei mythologische Stücke, Venus und Endymion, besitzt ein Privatmann
zu Botzen, und zwei heilige Bilder, Johannes der Täufer und Maria Magdalena vorstellend, erhielt seine Schwester in Lermos. Im Nationalmuseum ist die Skizze mit der Geschichte des Achilles in 14 Bildern, nach welchem der berühmte Mosaiktisch, welchen Leo XII. dem Rüdiger von Frankreich zum Geschenke machte, ausgeführt wurde. In der Zeit der französischen Herrschaft in Rom malte er den Saal der Munizipalität in Fresko. Auch im Kupferstechen, mit der Radier-nadel und in Schabmanier, soll sich Koeck mit Glück versucht haben. Sein erster Lehrer erhielt von ihm zwei gezeichnete Akademien, die, wie er sich selbst ausdrückte, wunderschön sind, und einen sehr schönen Kupferstich in Aquatinta.
Koeck erwarb sich vorzuglich einen Ruf durch seine gut gehängten Kopien nach Raphael. Eine davon wurde bei der Plünderung der Kunstschätze Rom’s nach Paris mitgenommen, soll sich aber jetzt wieder in der Gallerie des Lucian Bonaparte in Rom befinden.
Seinen künstlerischen Ruf mag noch die Tatsache beurkunden, dass das nach fremden Künstlern begierige Petersburg ihn zu sich einlud, welche Ehre er sich aber, an milden und an Kunstgenüssen reiche Umgebung gewöhnt, verbat.
In der bekannten Portrait-Sammlung des k. sächsischen Hofmalers C. Vogel ist sein Bildnis, 1820 in Rom gezeichnet.
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