Klotz, Matthias

Klotz, Matthias, k. bayerischer Hofmaler, geb. zu Straßburg, gest. zu München 1821. Sein erster Lehrer war Haldenwang.

Strasbourg ; im 18. Jahre begab er sich nach Stuttgart , um bei Gubel, dem damaligen Hofmaler , und bei Scoti, einem Theater- Architekten und Frescomaler, sich weiter auszubilden. Nach erlang- ter höherer Reife in verschiedenen Fächern der Kunst begab er sich nach Mannheim , wohin ihn der damals glänzende Hof des kunstliebenden Kurfürsten Carl Theodor gezogen hatte. Klotz hatte sich vorzüglich der Portraitmalerei zugewendet, als der leich- testen Art, sich seinen Unterhalt zu sichern. Die Ähnlichkeit, die er seinen Bildnissen zu geben, und das Gefällige seiner Hinter- gründe, die er mit Landschaften und Blumen geschickt zu staffiren wusste, sagten dem damaligen Geschmacke zu, und erwarben ihm Ruhm und ausgezeichneten Beifall. Diese Gewandtheit im Fache der Landschaft bewog den Hoftheater-Architekten Lorenz Quaglio, dem Künstler den Antrag zu machen, die Stelle eines Hoftheater- Malers im Landschaftfache anzunehmen. Seit 1775 war er also unter Carl Theodor Hoftheater-Maler in Mannheim, binnen wel- cher Zeit er, da sich seine Arbeit nur auf Dekorationen für die italienische Oper beschränkte, mehrere der angesehensten Städte Italiens und Hollands besuchte. Im Jahre erhielt er in derselben Eigenschaft den Ruf nach München; doch dehnten sich jetzt seine Arbeiten auch auf landschaftliche Dekorationen für die deutsche Schaubühne aus. Die 20 Jahre lange große Anstrengung seiner physischen Kräfte zog ihm endlich eine chronische Krank- heit zu, die ihn zuletzt hinderte, seinem Geschäfte vorzustehen. An Tätigkeit gewöhnt und ganz der Kunst lebend, ging er jetzt mit Ernst daran, sein schon frühzeitig projiziertes Farben-System auszuarbeiten. So erschien endlich 1816 in München bei Giel seine Farbenlehre. Alle Bildnisse, die Klotz später und mit Anwendung seiner Farbentheorie gemalt hatte, geben die Anwendbarkeit dersel- ben deutlich zu erkennen, und sind darum seinen früheren weit vorzuziehen. So war dieser theoretisch und praktisch gebildete Künstler bis an’s Ende seines Lebens tätig.

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