Klieber, Joseph

Klieber, Joseph, Bildhauer, Sohn des Obigen, wurde 1773 zu Innsbruck geboren, und schon in früher Jugend zum Zeichnen angehalten. Im Jahre 1792 ging er nach Wien, um sich auf der Akademie weiter auszubilden, und hier genoss er besonders den Unterricht Zauner’s und M. Fischer’s, zehn Jahre arbeitete er in fremden Ateliers, und dadurch erlangte er solche technische

Fertigkeit, dass er darin nicht leicht von einem seiner Zeitgenossen überboten werden dürfte. Nach Verlauf dieser Zeit begann er für eigene Rechnung zu arbeiten, und da er als Mann von ausgezeichneter Talente bekannt war, so sicherten bald ehrenvolle Aufträge seine Existenz. Im Jahre 1814 wurde er Direktor der Medailleur- Gravur- und Kunstprofessionisten-Schule, und diesem Amte steht noch immer mit unermüdeter Tätigkeit vor. Dabei leitet er auch die zahlreichen Arbeiten in seinem Atelier.

Unter seinen vielen großartigen Leistungen sind besonders auszu zeichnen: Über 100 kleinere und größere Basreliefs und außerdem über 40 kleine und große Statuen für die Gebäude des Fürsten Lichtenstein zu Eisgrub, Lundenburg etc., mehrere Statuen und Basreliefs im Palast des Grafen N. Esterhazy in Czaguar, und in der Kirche und Familiengruft zu Gänua in Ungarn , die Gruppe von 9 Figuren und 7 Basreliefs an dem polytechnischen Institut in Wien . Im Schlosse des Erzherzogs Karl zu Weilburg bei Baden sind seine Werke: das grosse Wappen, der riesenhafte wasserspei- chende Kopf, die lebensgroße Gruppe von Flora und Zephir, die zwei Gruppen weiblicher Figuren als Laternenträgerinnen. In den Zin- kernen des herzogl. Palais auf der Bastei zu Wien sind Gipsstatuen von ihm: Apollo und die 9 Musen, über lebensgross; Minerva und zwei Sphinxe. Zu Klausenburg in Siebenbürgen errichtete er das Ehrenpyramide Franz I., mit figurenreichen Basreliefs am Piedestal. Diese Pyramide und die Bildwerke, welche er für den Erzherzog Karl ausführte, mögen die besten dieses Künstlers sein. Von ihm ist auch das schöne Basrelief an Hofer’s Standbild zu Innsbruck, nach dem ursprünglichen Entwurfe Schermer’s, den aber Klieber wesentlich veränderte. Dann fertigte er auch Büsten und vorzügliche Caschir-

Arbeiten. In mehreren der letzteren führte er für Traumpforten und Catafalke aus; wie 1855 zu jenem Kaiser Franz J. in der Stephans- kirche. Die Oesterr. National-Encyclopädie gibt Nachricht über

diesen Künstler.

Flötsch, Johann Georg, Buchdrucker, der 1726 in Bamberg geboren wurde, und 1744 als Universitäts-Buchdrucker starb. Er schrieb auch in Holz und ebenfalls in Kupfer verstand er zu ätzen. Blätter von seiner Hand sind in der Geschichte der oberen Pfarrei zu Bamberg, von Schellenberger. Mehreres s. Jäck’s Pantheon.

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