Klein, Hans, Briefmaler zu Nürnberg , von welchem ein Bildnis existiert. Er wurde 1501 geboren, und 1632 ereilte ihn der Tod.
Kleip‚ H. — Klein, J. A.
Melß, Daniel, Maler zu Danzig , und Schüler von Seemann sen., machte sich durch Bildnisse einen rühmlichen Namen. Mehrere derselben wurden gestochen, wie jenes des Königs Stanislaus I. von J. J. Haid. Im Jahre ereilte ihn der Tod. Sein gleichnamiger, älterer Sohn machte sich ebenfalls durch Bildnismalen berühmt. Dieser malte in Paris die Bildnisse des Dauphins Ludwigs XV. und der Dauphine, welche Wille gestochen hat. Die Schwester Margaretha und ein jüngerer Bruder malten ebenfalls Bildnisse, erstere solche in Miniatur.
Berningroth, Gaillard, P. van Gunst, J. Houbracken, Verkolje e. a. haben nach diesen Künstlern gestochen.
Hlem‚ Johann Adam, Maler und Kupferstecher, geb. in Nürnberg 1792, Sohn des Weinhändlers Johann Adam Klein, hatte schon in frühester Jugend eine besondere Neigung zum Zeichnen, und erhielt seinen ersten Unterricht in dieser Kunst im Jahr 1800 von dem Zeichnungslehrer H. v. Benmel. Dann kam er in die städtische Zeichnungsschule zu Direktor Zwinger, und 1805 zu dem rühmlich bekannten Zeichner und Kupferstecher Ambr. Gabler in die Lehre, um die Behandlung des Stichels und der Radierndel zu erlernen, und nebenbei übte er sich in der Kunst-Schule im Zeichnen nach der Antike und dem lebenden Modell. Tiere und landschaftliche Gegenstände zogen ihn am meisten an; schon bei Direktor Zwinger machte er mit weit weniger Lust die Preissler’sche Zeichenbücher durch, als er die Tiere nach Ridinger mit der Feder kopierte. Sein verständiger Lehrer schickte ihn daher oft in’s Freie, auf die Viehmärkte und die Futterplätze der Stadt. Im Jahre 1811 ging er nach Wien, um sein Talent weiter auszubilden, besuchte die k. k. Akademie bei St. Anna, lernte die Künstler Bartsch, Molitor, Rechberger und Mansfeld kennen, gewann sich bedeutende Gönner und Freunde und bereicherte theils in Wien, theils auf kleineren Reisen in den österreichischen und ungarischen Ländern seine Studienbücher ungenießlich. Das rege Leben in Wien, die malerischen National-Costumes der Ungarn, Polen, Wallachen, und der damalige Convent in Wien, die Truppenmärsche in den Jahren 1813 und 1814 gaben hierzu reichliche Gelegenheit. Die Kunsthandlungen Frauenholz in Nürnberg und Artaria et Comp. in Wien beschäftigten ihn vielfach, und auch an Aufträgen von mehreren Seiten her fehlte es nicht. Als er 1815 nach Nürnberg zurückkehrte, fing er auch an, sich im Ölmalen zu üben, worin er es bald zu grosser Meisterschaft brachte. Hier gewann er sich in dem Grafen von Schönborn Wiesentheid einen mächtigen Gönner und Beschützer, auf dessen Veranlassung er im Sommer dieses Jahres eine malerische Reise in die Main- und Rheingegenden über Würzburg, Frankfurt und Mainz bis Coblenz machte. Da er auch hier Alles in seine Studienbücher eintrug und viel unter den Bivouaks der Soldaten verweilte, so wurde er öfter für einen Spion gehalten, und hatte deshalb einzelne Unannehmlichkeiten zu erdulden, die jedoch immer leicht wieder beseitigt werden konnten. Im Jahre 1810 reiste er mit seinem Freund Erhard zum zweiten Mal nach Wien und benutzte seinen dortigen Aufenthalt ebenso gewissenhaft, wie das erstemal. Er gewann sich in Bälde die Gunst des Fürsten Metternich, und König Maximilian von Bayern liess ihm seinen Schutz angedeihen. Auf der Rückreise 1818 besuchte er mit seinen Freunden Erhard, den Brüdern Welker und Reinhold Salzburg und München, verweilte
Klein, Johann Adalbert;
an jedem der beiden Orte einige Monate, und 1810 kam endlich ein lang gehegter Wunsch zur Ausführung, eine Reise in die
Schweiz und nach Italien. Zürich, Schaffhausen, Bern, das Hoch-
gebirge, Lausanne und Genf waren dort die Hauptpunkte; Mai- ani, Bologna, Florenz, Rom, Neapel, Venedig hier. In Rom ver-
weilte der Künstler ein und ein halbes Jahr, und lebte mit seinen Freunden Erhard, Reinhold, Koch in dem innigsten Verhältnisse, das jedoch durch die Gemüthskrankheit des ersteren schwere Ver- suchungen und Prüfungen zu bestehen hatte. In Rom hatte er da Glück, bei dem damaligen Kronprinzen Ludwig von Bayern mit besonderer Huld aufgenommen zu werden. Die Reise nach Neapel machte er mit dem Maler Vogel aus Dresden, Bildhauer Schadow aus Berlin und den Bildhauern Haller und Stiegelmaier aus Mün- chen. Die Rückreise geschah zu Ende des Jahres 1821 über Verona, Trient, Innsbruck, Augsburg. Hat Klein überall die Natur, wie sie sich ihm darbot, mit künstlerischem Auge aufgefasst und in trefflichen Zeichnungen, Aquarellen und Ölmalereien wiederzuge- ben verstanden, so lässt sich denken, welchen neuen Aufschwung sein Talent, welchen unermesslichen Reichthum seine Studienbücher dort in der grossartigen Gebirgswelt und hier unter Italiens heite- rem Himmel, da unter den erhabenen Überresten der Vergangen- heit und hier unter den unermesslichen Kunstschätzen der Gegen- wart, vorzüglich aber in dem regen, eigenthümlichen Treiben des italienischen Volks und der Handwerksstädte insbesondere finden musste. In Rom fing er zuerst an, auch seine Skizzen in Öl auszuführen.
Im Jahre 1822 kam Klein endlich in der Heimath an, und seit dieser Zeit übt er mit allgemeinem Beifall seine Kunst in Nürn- berg. Man hat von seiner Hand eine bedeutende Anzahl von Gemälden, Tierstücke und Genrebilder, lauter treffliche Stücke. Aus seiner Darstellung leuchtet eine genaue Kenntnis der Natur der Haustiere, besonders des Pferdes nach seinen verschiedenen Rassen. Die Thiere sind in seinen Gemälden immer charakteris- tisch dargestellt; aber auch in Zeichnung der menschlichen Figur weiß er die Anforderungen der Kunst zu befriedigen. Seine Compositionen sind voll Leben und Mannichfaltigkeit der Motive. Seine Färbung ist sehr gefällig und wahr, der Natur in glücklichen Augenblicken entnommen, und dann ist Alles mit gleicher Liebe und Sorgfalt behandelt. Im Kunstblatte von Dr.
chorn wurde dieses Künstlers bei mehreren Gelegenheiten ehrenvoll
erwähnt, auch mehrere seiner Gemälde wurden namhaft gemacht, einige als Meisterstücke erklärt, wie der Schiffszug auf der Donau, die Jahrmarkts Szene in Berchtesgaden, der vierspännige Postwagen mit der Ansicht des neuen Thores in Nürnberg, die Halt bei der Weinschenke im Tivoli, das Ochsengespann an dem mit Leinwand überzogenen Wagen in der römischen Campagna, wallachisches Fuhrwerk. verschiedene Pferdestücke u. s. w.
Dann hat man von Klein bis jetzt 252 größtenteils radierte Blätter. die mit eben so viel Leichtigkeit als Geist behandelt sind. Es sind darunter auch Blätter in Kreidemanier, in Schwarzkunst, in Aquatinta und Lithographien. Selten sind die Aetzdrücke, jene auf Seidenpapier, und überhaupt gibt es unter seinen Blättern große Seltenheiten.
6 Blätter Pferde nach der Natur. Erste für das Publikum be- stimmte Arbeit, 4. Bei Frauenholz, Selten in Abdrücken auf blau Papier und weiß gehöht. Bei Weigel 2 Thlr.
6 Blätter. Am Genfer See, auf der Scheideck, der wilde Bulle, Charetier franz., am Läufer-Brunnen in Bern, Kuhherde, 1824–29. qu. fol. Bei Weigel in gewöhnlichen Abdrücken 3 Thlr., auf chinesisches Papier 4 Thlr.
Die Fuhrwerke. 10 charakteristische Fuhrwerke nach der Natur gezeichnet und geätzt in Wien 1813. Hauptfolge, qu. fol. Bei Weigel 3 Thlr. 16 gr.
Sechs Pferde bei einem russischen Wagen, qu. fol., 2 Thlr.
Die säugende Kuh im Stalle, qu. fol.
Österreichische Kohlbauern, qu. fol.
Der ungarische Schiffzug, qu. fol.
Ein mit Pferden jagender Ungar, qu. fol.
Zwei Reiter auf der Brücke, qu. fol.
Die bayerische Feldschmiede, qu. fol.
Französische Kriegsgefangene, qu. fol.
Das alte Weib, den Kalender lesend: Zum neuen Jahr 1815, qu. 8.
Bivouac der Hosaken, qu. fol.
Patrouille der Kosaken, qu. fol. Diese vorstehenden 14 Blätter bilden eine Folge.
Das ruhende Pferd und Schafe bei dem Weidenbaume, qu. 4.
Das Mutterschaf mit den Lämmern, gr. qu. 8.
Raufende Widder in der Scheune, gr. qu. 8.
Ein Pferdekopf. In Schwarzkunst, 12.
6 Blätter Hunde. Nürnberg 1832, gr. 8. Schr seltene Aetzdrücke bei Weigel 2 Thlr.;
6 Blätter Tierstudien. Wien 1818, gr. 4. Die Aetzdrücke sind selten.
Sächsisches Fuhrwerk. Ein Coburger Frachtwagen mit zwei Pferden, 1815, qu. fol.;
Kühe und Kalb im Stalle mit der Viehmagd, 1818, qu. fol.
Die herrschaftliche Chaise mit zwei Pferden vor einem Hause, 1810, qu. fol. Selten im Aetzdruck.
Die Maler auf der Reise in Salzburg. Meinen Reisegefährten gewidmet, 1819, qu. fol.
Landschaft mit Esel und ruhendem Treiber, 1822, qu. fol. Selten im Aetzdruck.
Früchtehändler bei Neapel: Fruttajuolo di Napoli 1822, qu. fol. Selten im Aetzdruck.
Zweiräderiger Wagen mit Pferd: Carretiere di Roma 1822, qu. fol. Selten im Aetzdruck. Ein äußerst seltener Probedruck mit Verschiedenheit im Hintergrunde bei Weigel 1 Thlr. 8 gr.
Ein romischer Bauer: Gioncataro di Roma, 8.
Der zweiräderige Bierwagen mit Pferd, 1815, kl. qu. fol.
Maulthier mit Treibern, 1832, qu. fol. Es gibt Abdrücke mit Thonplatten und seltene Aetzdrücke.
Die Kamele, 1832, gr. qu. 8. Selten im Aetzdruck.
Ruhende Kühe, 1820, gr. qu. 8. Selten im Aetzdruck.
Maulthier mit Futterkorb, 1823, gr. 4. Selten im Probedruck, schr selten im unvollendeten Aetzdruck.
Neapolitanischer Ochsenkarren, A, Napoli 1824, kl. qu. fol. Selten im Aetzdruck.
Ein totes Pferd, kl. qu. fol. Selten im Aetzdruck.
Drei Pferde auf der Weide, qu. fol. Selten im Aetzdruck.
Drei Pferde beim Ziehbrunnen, qu. fol. Selten im Aetzdruck.
Ein Pferd: Blackhorse, 1810, qu. fol. Selten im Aetzdruck.
Pferde und Reitknecht: Blackhorses from Lincolnshire, 1819, qu. fol. Selten im Aetzdruck.
Die Schafschur, 1818, qu. fol. Selten im Aetzdruck.
Die Brunnen in Bern, 1820, 2 Bl., qu. fol. Selten im Aetzdruck.
Ansicht des Thores in Nürnberg mit Postillon, qu. fol. Selten im Aetzdruck.
Klein, Johann Adam.
Ein Bauernschlitten mit zwei Pferden, 1818, gr. 8. Im Aetzdruck sehr selten.
Die Sennerin von der Königsalpe bei Berchtesgaden, 1818, 4. Selten im Drucke mit der Aufschrift: Zum neuen Jahr 1819; selten im Aetzdruck, 4.
Das ungarische Bettelweib, 1817, 8. Selten im Aetzdruck.
Der Invalide, 1817, 8. Selten im Aetzdruck.
Der Pudel: Schwalerl, 1817, 4.
Der Kettenhund: Philax, 1818, qu. 8.
Der Hund nach P. Vischer’s Bronze in der Forster’schen Sammlung zu Nürnberg, 4.
Postillon und Courier. Zum neuen Jahr 1817, 4.
Ein Kind zerreißt den alten Kalender. Zum neuen Jahr 1818, 4. Selten mit dem Kopf en lage.
Das Bauernweib mit dem Kinde, in Londonios Manier. Zum neuen Jahr 1820, 8. Selten im Aetzdruck.
Ein Fischer. Felicissimo capo d’anno 1822, 4. Selten im Aetzdruck.
Der Hund: Tiffon. Zum neuen Jahr 1825, qu. 8.
Ein Wagen mit Mostfass und Figuren. Zum neuen Jahr 1820, u. 8.
Tiere in der Menagerie. Zum neuen Jahr 1829, qu. 8.
Der Kettenhund. Zum neuen Jahr 1831, qu. 8. Selten im Aetzdruck.
Der Hund bei Malergerätschaften; des Meisters Adresse in Wien 1816. Mit Thon gedruckt, qu. 8.
Genien halten ein Tuch, Vignette nach Heideloff. Adresse von Julius Kisselstein. Schmal qu. 8. Äußerst selten.
Römischer Bauernjunge mit Maulthier, 1833, kl. qu. fol. Selten im Aetzdruck.
Eingang in die Burg zu Nürnberg von der Stadtseite, 1826, qu. 8.
Der liegende Spitzhund, Meisterstil in Schwarzkunst, 1826, qu. 8.
Der Rappe im Stalle. Schön in Schwarzkunst, 1810, qu. 8. Sehr selten im Probedrucke, mit dem nicht polierten Unterrand.
Ansichten von Gegenden um Wien: St. Helena und Schloss Rauhenstein bei Baden, Liechtenstein und im Park zu Laxenburg, 4 Blätter, qu. 4.
Ansichten von Würzburg, aus des Meisters erster Zeit, 1812, u. fol.
Vue de la ville de Paris, prise de la lanterne Napoléon, dans le jardin de St. Cloud, mit reicher Staffage nach Runkel. Zu der Folge: Haupt- und Residenzstädte von Europa. Wien bei Artaria, qu. Imp. fol.
3 Blätter Ansichten bei Wien: Der Brunnen beim ruhenden Mars im Dornebachergarten, das alte Schloss Lichtenstein in Unterösterreich, das Bergschloss Greifenstein auf der Donau, 1812, 13. Zu der Folge: Malerische und merkwürdige Ansichten der verschiedenen Provinzen Österreichs. Wien bei Artaria, gr. qu. fol.
Andere Ansichten von Gegenden um Wien: Wien von Nordosten, die Klause in der Brühl, Ansicht bei Sieffering, Leopold- und Kahlenberg, Schloss Laxenburg, der Prater. gegen Döblin, 16 Blätter, zum Teil nach Kirchner, qu. 4. Österreichische Uhlanen, ein Angriff, nach P. v. Stuber, rauch, mit Erhard radirt, zu der Folge: Abbildung der österreichischen Truppen. Wien bei Artaria, gr. qu. fol.
K. bayerische Infanterie, österr. und russ. Militär, Folge von 4 Blättern, 1816, qu. 4
Klein, Johann Adam. ; 45
12 Blätter verschiedene Thierstudien, auf dem Titel: 12 vadirte Blatter, von J. A. Klein nach der Natur gezeichnet und geätzt in Wien, 1814. Bei Frauenholz. Vor der Adresse bei Weigel
6 Blätter mit Titel: Sechs militärische Gegensätzlände nach der Natur gez. und rad. Wien 1814. Der Verleger L. Maisch hat diese Folge dem Edlen von Hauer dediciert, roy. qu. 8. Weigel 3 Thl..
Barozzaro di Roma, 1820, gr. qu.
Belastete Ezel mit einer Bäuerin in der Tracht von Frascati,
Belastete Maulthiere auf dem Furkagebirge, 1820, qu. 4,
Ungarische Büffel und Schaafe, 1815, zu.fol. * -
Donische Kosaken, 1815, qu. fol. ;
Der Stier und drei Kühe, 1817, qu. 4
Der Ritt zur Schwemme, 1817, qu. 4. Das Gegenstück,
Die charakteristischen Fuhrwerke, mit Studien von Figuren und Thieren, 27 HBlätter, bei Frauenholz, 8. und 4. Diese Folge ist auch auf Thonpapier abgedruckt. Bei Weigel 8 Thl.
Altes Stadtwappen an der Bastei zu Nürnberg, 1812, 4.
Ein Pferdekopf, 1812, 8.
Bauerwagen mit Bauern, zwei Ochsen und Pferd, 1834, qu. fol. Selten im Ketzdruck.
Der Schimmel im Stalle. Mit Zeichen und Jahrzahl 1817. Schwargkunst, qu. 3. Selten. _
6 Blätter Thierstudien, gez. und geätzt, 1817, Bei Frauenholz, qu. 4, Selten im Aetzdruck. | .
13 Blätter mit Titel: 12 Blätter Studien auf Kupfer gez., 1815.
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