Klein, Georg Gottfried Christian, Kupferstecher und jüngerer Bruder des trefflichen Malers und Kupferstechers Johann Adam Klein, geb. zu Nürnberg 1805, gest. 1827. Dieser hoffnungsvolle junge Künstler erhielt den ersten Unterricht von A. Gabler’s Sohn und der Zwingerischen Zeichnungsschule; sein Lehrer in der Kupferstecherkunst aber war Ambros Gabler. Er übte sich zugleich unter Reindel’s Leitung nach der Antike und dem Modell, und zeichnerte nach der Landschaftliche Gegenstände nach der Natur, copirte viele Studien seines Bruders und machte bei demselben auch Versuche im Ölmälen, die zum Theil glücklich ausfielen.
Seine frühesten Radierungen waren Copien nach Du Jardin und mehrere Hunde und Thiere nach eigener Zeichnung. Im Jahre 1825 erschien von ihm ein Heft Thierstudien nach Zeichnungen J. A. Klein’s, die recht brav genannt werden dürfen. Späterhin wendete er sich von der freieren malerischen Behandlung zur strenger kupferstecherischen mit Stichel und kalter Nadel, und was er hierin leistete, z. B. ein Blatt nach einer Zeichnung von Heinrich Roos, mehrere Copien nach Berghem, wo er die ausgeführten Blätter Fr. Geisslez’s nachahmte, wie auch eine Landschaft nach Veith, dient zum Beweise, dass er in diesem Fache der kupferstecherischen Behandlung von Landschaften und Gattungstücken zu schöner Hoffnung berechtigte. Eine Ansicht des Schlosses vom Judenbühl her ist als Arbeit nach eigener Zeichnung nicht ohne Geist und
Verdienst. Ein Unternehmen des jungen Künstlers unterbrach sein früher Tod; er begann nämlich ein Heft in 6 Bl.: Interessante Verzierungen an Thürschlössern und andern Gegenständen aus dem Mittelalter, nach der Natur gez. und geätzt von Ch. Klein. N 1826, wovon die Platten Dr. Campe angekauft hat.
Ansicht der Burg zu Nürnberg, vom Judenbühl aus, nach eigener Zeichnung, 1824, gr. 4,
Ziege und Widder, nach J. Roos, 1826, gr. 4.
Zwei Hirtinnen beim Vieh in einer Landschaft, nach Berghein ohne Namen, qu. 4.
Römische Wasserleitung bei der Porta Giovanni mit Bäumen und Figuren, nach Veith, 1825, kl. qu. fol.
Ein Heft Thierstudien, nach J. A. Klein's Zeichnungen.
Mehrere Copien nach Berghem.
Verzierungen nach Gegenständen des Mittelalters. S. oben.
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