Klass, Friedrich Christian, Maler und Radierer, der Bruder des Obigen, wurde 1752 zu Dresden geboren, und was er als Künstler erwarb, verdankt er beinahe Alles seinem Genie und seinem Fleiß. Nur den Professor Casanova zog er bei seinen Arbeiten zu Rathe, in der Malweise aber schwebte ihm bald S. Rosa, bald Dietrich vor. Dabei richtete er stets ein grosses Augenmerk auf die Natur, und so konnte es nicht fehlen, dass dem Künstler bei Zeiten grosser Beifall folgte. Seine Landschaften kamen nach Frankreich , England und Kurland , wo man seine besten Werke suchen muss, nicht so sehr in Deutschland . Reine Veduten sind seine Bilder selten; er staffirte sie meistens mit Figuren und Thieren aus, z. B. Jagden etc. Gleichen Inhalts, wie seine Gemälde, sind auch seine radierten Blätter, die gewöhnlich mit F. K. bezeichnet sind; man muss aber Acht haben, dass man sie nicht mit jenen des Friedrich Kirschner
Klass. — Glauber, 1L.S. 37
verwechsele. Klass war Pensionär der Akademie in Dresden und schon 1780 Mitglied derselben. Später wurde er ausserordentlicher Professor und 1827 starb er;
Eine Sammlung von 14 Landschaften: Erster Versuch von C. F. Rlass.
Zwei Landschaften mit Fischern und Einsiedlern, kl. qu. fol.
Zwei Gebirgslandschaften mit Wasserfällen, kl. qu. 44 -
Zwei bergige Landschaften, 1775, qu. fol.
Zwei Landschaften mit Bäumen und Hügeln, qu. 4
Sechs Landschaften mit Figuren und Vieh, Gegenden aus Sach- sen, 1788.
Vier schöne Landschaften, kl. qu. 4.
Klass, Maler zu Frankfurt in der ersten Hälfte des vorigen Jahr- hunderts. Er zierte daselbst viele Facaden der Häuser, und dann malte er Porträte und Historien in Miniatur, für Dosen und Arm- bänder zur Zierde der Damen. Auch liess er sich von dem Juden Süss bewegen, unzüchtige Bilder zu malen. Im Jahre 1742 gewann er in Lausanne durch seine Porträte allgemein Beifall, und diese Stadt verliess er aus Ärger über ein unverständiges Urteil. Er ging nach Frankreich, blieb aber seit dieser Zeit verschollen. Hüs- gen sagt übrigens alles Gute von dem Künstler.
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