Kirstein, Friedrich, Bildhauer von Straßburg, wurde geboren, und von seinem Vater, einem ausgezeichneten Ciseleur, dessen Arbeiten auch im Auslande bekannt sind, ebenfalls zur Kunst bestimmt, da er das Talent des Sohnes erkannte. Dieser hat auch bereits die von ihm gehegte Hoffnung gerechtfertigt, durch verschiedene schöne Werke, welche er ausführte. Man hat von dem jungen Kirstein ähnliche Büsten, darunter auch jene seines Vaters, des Benjamin Constantin etc.; dann ist das Monument des Dr. Hafner in der St. Nikolaus-Kirche zu Straßburg sein Werk. Im Jahre 1836 begab sich der Künstler nach München , wo seit Jahren der Kunst ein reges Leben erblühte. Der Vater Kirstein kann unter die vorzüglichsten Silberarbeiter gezählt werden. Sein vollendetstes Werk ist wohl eine Vase in Vermeil, nach antiker Form, mit herrlicher Nachbildung von Thorwaldsen’s Alexanderzug in Hochrelief. Eine andere Vase in Vermeil ist mit einem Jagdstück in Hochrelief verziert. Dann hat man von ihm ein Silbermedaillon
Nagler’s Künstler-Lex. VIJ. Bd. 3
mit dem Abschiede Heinrich IV. von Gabrielen, und der Schlacht von Ivry. Ein anderes stellt diesen Hönig im Schlachtgetümmel dar. Einen Kachel zierte Kirstein mit der Darstellung des heil. Abend- mahls, und ein Tableau in Silber stellt Napoleon, von seinem Generalstabe umgeben, auf einer Höhe dar etc.
Der Sohn Kirnstein ist des Vaters würdiger Nachfolger.
Kirzinger, s. Kürzinger. Kisling, s. Kiesling.
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