Kirsch, August Christoph

Kirsch, August Christoph, ein gepriesener Künstler aus der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts, der aber zu früh starb, als dass er seine volle Ausbildung erlangen konnte. Kirsch wurde 1763 zu Dresden geboren, und schon im sechsten Jahre daselbst an der Akademie der Künste zugelassen. Kilass unterwies ihn in der Zeichenkunst , und Direktor Casanova in der Malerei , und nun fing Kirsch an, in eigenen Compositionen sich zu zeigen. Im Jahre 1785 zog er mit seinem grossen Bilde in Sepia und Pastellfarben, welches Hector’s Leiche im Palaste von seiner Familie umringt und beweint vorstellt, die Aufmerksamkeit auf sich. Diese Composition ist im Stil des Raphael gezeichnet, ziemlich korrekt in der Zeichnung, aber in den Köpfen fand man nicht Adel genug. Im Jahre 1786 brachte er eine heilige Familie zur Ausstellung, von welcher man sagte, sie sei vom Geiste Palma’s eingegeben; nur waren die Köpfe nicht so gräzios, dass das Bild allgemein ansprechen konnte. Dieses Gemälde verschaffte dem Künstler den Auftrag zur Ausführung eines

Kirschberger, — Kirstein; F. 33

Altarbildes für die neue Kreuzkirche in Dresden, und der Churfürst ertheilte ihm zu diesem Ende auf drei Jahre eine Pension, um in Italien sein Werk zu vollenden. In Rom studirte Hirsch unablässig, und schon hatte er die Skizze zu seinem Bilde fertig, als sich Hirt 1787 in die traurige Notwendigkeit versetzt sah, dem vielseitig gebildeten Künstler an der Pyramide des Cestius die Standrede zu halten. Die infame Vaticanı regiones hatte ihm eine Brustentzündung zugezogen. Gottschick hat seine Altarskizze für Meusel’s Archiv I. B. S. 185 im Umriss gestochen.

Bläschelbergers Maler zu Königsberg, bildete sich daselbst zu Anfang unsers Jahrhunderts auf der Kunstschule, und glaubte schon 1800, noch als junger Künstler, es wagen zu dürfen, mit einem Gemälde öffentlich hervorzutreten. Es war dieses die Darstellung des Daniel in der Löwengrube, und diesem Bilde folgten mehrere andere, ebenfalls aus dem Bereiche der Geschichte. Im Jahre 1832 wählte er den erwähnten Gegenstand zum zweiten Male zu einer malerischen Darstellung. Wir hätten gewünscht, nähere Nachrichten über diesen Künstler geben zu können.

Bischinger, Heinrich, Maler von Mainz, der sich um 1837 in München befand. Er ist noch ein junger Künstler,

Füssly, Friedrich, Miniaturmaler und Kupferstecher, wurde 1737 zu Bayreuth geboren, und von G. F. Riedel zu Ludwigsburg in den Anfangsgründen der Kunst unterrichtet. Hier übte er die Porzellanmalerei, ging dann nach Nürnberg, und liess sich zuletzt in Augsburg nieder, wo er 1789 starb.

Dieser Künstler malte besonders Vögel, Insekten, Blumen und andere naturhistorische Gegenstände.

Dann hat man von ihm auch geätzte Blätter mit Landschaften, die mit den Buchstaben F. K. bezeichnet sind; doch muss man diese nicht mit jenen des F. C. Klass verwechseln. Die Blätter des letzteren sind nicht so vollendet. Füssly und nach ihm Lipowsky nennen diesen Künstler irrig Kirsner.

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_QFMTunOF6koC