Kirchmaier oder Kirchmeyer, Michael, Zeichner und Form- schneider, der um 1550–1560 arbeitete, nach seinen Lebensverhält- nissen aber unbekannt ist. Man weiß nicht einmal, wo er gearbei- tet hat, nicht unwahrscheinlich ist es aber, dass er zur Regensbur- ger Familie dieses Namens gehört. Man findet Holzschnitte vor ihm, welche mit den zusammengesetzten Buchstaben M. K. be- zeichnet sind. Auf einem Blatte steht der abgekürzte Name M. KIRMER, und in der Sammlung des Kriegsrathes von Blücher war eine Zeichnung mit dem vollen Namen des Künstlers. Es ist daher zu vermuten, dass Kirchmaier, so wie viele andere Künstler damaliger Zeit, für die Formschneider Zeichnungen geliefert hat. Indessen mögen immerhin einige Blätter von ihm selbst herrühren. Das Blatt der Verkündigung gehört ihm wohl nur der Zeichnung
nach an, denn über dem Baldachin sind die Buchstaben I. R. be- merkbar, die vermuthlich den Graveur bedeuten.
- Eine Folge von 93 Blättern mit heiligen Figuren und biblischen Darstellungen nach der Zeichnung dieses Künstlers, und wohl teil- weise von ihm geschnitten. Das Blatt mit dem heil. Stephan ist mit einem ähnlichen Monogramm versehen, H. .5 Z. 3L., Br. 2 Z. 6 L.; die Grössen aller Blätter.
Ein anderes, eben so bezeichnetes Blatt dieser Sammlung, stellt die Parabel vom Reichen und dem Kamel dar, nach Evang. Matth. XIX. 24. ]
- Die Verkündigung Mariä, im Grunde der Besuch der Maria bei Elisabeth, mit zusammengehängtem IM, K. bezeichnet, und den Buchstaben I. R. über dem Baldachin. S. oben. Dieses Blatt ist sehr gross, denn es gehören sechs zusammengesetzte Stöcke dazu.
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